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Über die Geschichte: Die Geschichte von Manas und dem Drachen ist ein Legend aus kyrgyzstan, der im Ancient spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Historical Einblicke. Ein furchtloser Krieger, ein uralter Drache und ein Kampf, der durch die Zeiten hallen wird.
Das Land Kirgisistans ist so weit wie es alt ist. Türmende Gipfel streifen den Himmel, smaragdgrüne Täler erstrecken sich endlos, und Flüsse durchziehen die Erde wie silberne Adern. Die Menschen dieses Landes, die nomadischen Kirgisen, leben hier seit Generationen, reiten den Wind wie ihre furchtlosen Pferde, ihre Geister so ungezähmt wie die Adler, die über ihnen schweben.
Doch selbst in einem Land von Kriegern und freien Männern gibt es Dinge, die die mutigsten Herzen erschrecken. Legenden erzählen von einer Kreatur, einem Biest, geboren aus Feuer und Dunkelheit, dessen Flügel die Sonne verdunkeln konnten und dessen Atem Flüsse zu Dampf verwandeln konnte.
Viele glaubten, es sei nur eine Geschichte, die erzählt wird, um Kinder zu erschrecken. Doch eines Tages bebte die Erde, und der Himmel brannte mit einem unnatürlichen Glühen. Rauch zog von den fernen Gipfeln auf, und der Wind trug ein schreckliches Geräusch—ein Gebrüll so tief, dass es schien, als käme es aus den eigenen Knochen der Berge.
Der Drache war erwacht.
Und so wandten sich die Menschen an den einzigen Mann, der gegen eine solche Macht bestehen konnte. Sie wandten sich an Manas.
Die Ältesten versammelten sich in der größten Jurte, deren dicke Filzwände das wachsende Unbehagen draußen kaum dämpften. Die Pferde des Stammes stampften nervös und spürten die Veränderung in der Luft. Frauen flüsterten Gebete, während sie die Schwerter ihrer Ehemänner schleiften, und Kinder klammerten sich an ihre Mütter, ihre jungen Gesichter spiegelten eine Angst wider, die sie noch nicht verstanden. In der Mitte der Jurte saß Manas. Er war kein gewöhnlicher Krieger. Von dem Moment seiner Geburt an wurde gesagt, dass ihm Größe bestimmt sei. Schon als Kind hatte er sich einen Bogen mit der Ruhe eines alten Jägers ergriffen, und als junger Mann konnte kein Krieger im Land ihm im Kampf das Wasser reichen. Er war wild, doch gerecht. Ein Anführer, doch ein Mann des Volkes. Nun lastete das Überleben seines Volkes auf seinen breiten Schultern. "Der Berg spricht", sagte der Älteste, sein wettergegerbtes Gesicht vom flackernden Feuerschein beleuchtet. "Der Drache regt sich. Wenn wir ihn nicht stoppen, werden unsere Weiden brennen, unsere Flüsse kochen und unsere Jurten nichts weiter als Asche sein." Manas erwiderte den Blick des Ältesten und nickte. Sein Herz hatte seine Entscheidung bereits getroffen. "Ich werde gehen", sagte er schlicht. Die Jurte wurde still. Es bedurfte keiner blumigen Reden oder dramatischen Ansagen. Er war Manas. Natürlich würde er gehen. Bei Tagesanbruch ritt Manas aus, der Wind kalt gegen seine Haut, während er über die weite Steppe galoppierte. Sein Pferd, Ak-Kula, war sein engster Gefährte—stark, schnell und ebenso furchtlos wie sein Herr. Der Himmel erstreckte sich endlos über ihm, die Berge erhoben sich vor ihm wie uralte Wächter, die seinen Weg beobachteten. Die Reise war lang, das Terrain tückisch. Flüsse mussten überquert werden, deren eisige Wasser an seinen Beinen nagten. Die Wälder flüsterten um ihn herum, erfüllt von unsichtbaren Kreaturen, die sich im Schatten bewegten. Doch Manas drängte weiter, sein Geist nur auf seine Mission fokussiert. Während er höher in die Berge aufstieg, wurde die Luft erfüllt vom Geruch nach Schwefel. Das Land selbst schien verwundet—verbrannte Bäume, verkohlte Erde und eine Stille, die unnatürlich erschien. Dann sah er es. Am Eingang einer riesigen Höhle zog Rauch träge vom Boden empor, und die Felsen selbst schienen mit einem schwachen, höllischen Glühen zu pulsieren. Das Versteck des Drachen. Er hatte keine Angst. Doch wusste, dass die wahre Schlacht erst begonnen hatte. Manas trat vor, das Schwert gezogen, sein Griff fest. Der Boden bebte unter seinen Füßen. Die Luft wurde schwer, geladen mit etwas Altem und Mächtigem. Dann, aus den Tiefen der Höhle, brannten zwei Augen wie geschmolzenes Gold. Der Drache trat hervor. Er war gewaltig—größer als die größte Jurte, seine Flügel warfen einen unheimlichen Schatten gegen die Berghänge. Seine Schuppen schimmerten wie Obsidian und reflektierten das schwache Licht in gezackten Blitzen. Sein Atem kam in tiefen, rollenden Wellen von Hitze, und wenn er den Mund öffnete, schnitten Flammen an den Rändern seiner massiven Reißzähne. Manas hatte es mit Menschen, Biestern und der Wut der Natur selbst zu tun gehabt. Doch nichts konnte die Präsenz dieses Wesens übertreffen. Er stieß ein Gebrüll aus, dessen schiere Kraft Felsen von den Klippen oben herabstieß. Manas blieb standhaft, seine Augen fest auf das Biest gerichtet. Dann griff der Drache an. Eine Feuerflut explodierte auf ihn zu, verwandelte die Luft selbst in einen Ofen. Manas sprang zur Seite, rollte über die verbrannte Erde, während die Flammen ihm an den Fersen leckten. Er stürmte vorwärts, sein Schwert blitzte im Bogen, traf die dicke Haut des Drachen. Die Klinge hinterließ kaum eine Kratzer. Der Kampf hatte begonnen. Der Kampf tobte die ganze Nacht hindurch, Mensch und Biest in einem tödlichen Tanz verfangen. Der Schwanz des Drachen krachte gegen den Boden, sandte Erschütterungen durch die Erde. Manas wich aus, schlug wo er konnte, doch das Wesen war flink, sein massiver Körper bewegte sich mit unnatürlicher Anmut. Manas erklomm den Rücken des Drachen und trieb sein Schwert zwischen seine Schuppen. Das Biest brüllte vor Schmerz und schlug wild um sich. Doch es war nicht genug. Dann hörte er in seinem Geist eine Stimme—die Stimme des Ältesten, die Stimme seiner Vorfahren. *"Du bist von den Göttern auserwählt."* Ein Stärkeimpuls erfüllte seine Glieder. Sein Schwert leuchtete mit einem ätherischen Licht, die Kraft des Landes selbst floss durch ihn. Mit einer letzten, mächtigen Stichele, trieb er seine Klinge ins Herz des Drachen. Der Drache stieß einen letzten, schrecklichen Schrei aus, sein Körper zitterte und stürzte zu Boden. Das Feuer in seinen Augen erlosch. Das Biest war tot. Die Sonne ging über den Bergen auf, während Manas herabstieg, sein Körper erschöpft, doch sein Geist siegreich. Der Drache war nicht mehr, und das Land war sicher. Als er zurückkehrte, freuten sich die Menschen. Feste wurden gefeiert, Lieder gesungen, und sein Name wurde tief in die Seele des kirgisischen Volkes eingraviert. Doch Manas blieb nicht, um sich im Ruhm zu sonnen. Er war ein Krieger, ein Beschützer, eine Legende, die noch im Entstehen war. Und so ritt er erneut, verschwand am endlosen Horizont und hinterließ nur Geschichten—Geschichten, die über Generationen hinweg erzählt würden. Der Wind trug seinen Namen über die Steppe, und die Berge flüsterten seine Geschichte. Die Geschichte von Manas, dem Drachentöter.Ein Ruf zum Schicksal
Die Reise ins Dunkel
Das Biest erwacht
Ein Kampf aus Feuer und Stahl
Die Rückkehr des Kriegers
Das Ende.