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Über die Geschichte: Die Zauberin von Kyrene ist ein Legend aus libya, der im Ancient spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für Adults. Sie bietet Entertaining Einblicke. Eine Geschichte von Macht, Schicksal und der Zauberin, die dem Schicksal die Stirn bot.
Die Ländereien von Cyrenaika, wo die Wüste auf das Meer trifft, sind seit Langem in den Annalen der Zeit geflüstert worden. Geschichten über uralte Macht, längst vergessene Götter und Geister, die immer noch über die Dünen wandern, werden am Lagerfeuer von nomadischen Geschichtenerzählern weitergegeben. Doch unter ihnen verweilt ein Name länger als alle anderen – Neithara, die Zauberin von Cyrenaika.
Einige nannten sie eine göttliche Bote, ein Bindeglied zwischen der Welt der Menschen und den unsichtbaren Kräften darüber hinaus. Andere fürchteten sie als Schatten des Untergangs, einen Fluch in Fleisch gehüllt. Aber die Wahrheit? Die Wahrheit war viel komplizierter, verstrickt in die Fäden von Schicksal, Liebe und Rache.
Dies ist ihre Geschichte.
Neithara kannte ihre Eltern nie. Niemand tat es. Sie wurde am Rande einer Oase in der Nähe von Al-Jadida gefunden, eingewickelt in ein so feines Tuch, das wohl dem Adel gehöre, doch verlassen, als wäre sie nichts wert. Die Ältesten des Dorfes betrachteten dies als Omen – ein Kind, das in den Armen der Wüste zurückgelassen wurde, ein Geschenk oder ein Fluch der Götter. Eine Witwe namens Yara nahm sie auf und zog sie wie ihr eigenes Kind groß. Doch schon früh wurde klar, dass Neithara nicht wie andere Kinder war. Mit fünf Jahren konnte sie die Emotionen der Menschen um sie herum spüren, als würden sie direkt in ihr Ohr geflüstert. Mit zehn Jahren konnte sie den Wind mit einem bloßen Fingerschnippen aufwirbeln. Und mit zwölf Jahren tat sie etwas, das alles veränderte – sie brachte einen sterbenden Händler vom Rand des Todes zurück. Der Mann war vergiftet gewesen. Seine Haut war blass, sein Atem flach, und das Dorf hatte bereits aufgegeben, ihn zu retten. Doch Neithara kniete neben ihm, legte ihre Hände auf seine Brust und murmelte Worte, die ihr nie beigebracht worden waren. Energie schoss aus ihr und floss in den schwächelnden Körper des Mannes. Und dann, als hätte die Zeit selbst sich umgedreht, keuchte der Händler und öffnete seine Augen. Die Dorfbewohner waren verblüfft. Einige priesen sie als Wunder. Andere flüsterten in Angst. „Sie hat seine Krankheit gestohlen“, murmelten sie leise. „Sie nimmt, was sie will, sogar das Leben selbst.“ In jener Nacht kam Yara zu ihr, Tränen in den Augen. „Du musst gehen, Kind“, flüsterte sie und drückte Neithara eine Tasche mit Essen und einen kleinen silbernen Anhänger in die Hände. „Geh nach Kyrene. Dort gibt es einen Platz für dich, ein Schicksal, größer als es dieses Dorf zulassen kann.“ Neithara stritt nicht ab. Sie hatte die wachsende Unruhe um sich herum seit Jahren gespürt. Mit den Sternen als einzigem Zeugen machte sie sich auf in die Wüste und verließ das einzige Zuhause, das sie je gekannt hatte. Kyrene war alles andere als Al-Jadida. Die Stadt erstreckte sich hoch und weit, ihre prächtigen Marmorgebäude ragten über die geschäftigen Straßen. Händler riefen ihre Waren aus, Priester chanteten Gebete zu den Göttern, und Gelehrte diskutierten in den Innenhöfen der Tempel über die Geheimnisse des Universums. Neithara war überwältigt. Sie hatte keine Familie, keinen Ort, an den sie gehen konnte – bis sie Sargon traf. Sargon war ein Mann mit vielen Gesichtern. Für die Gelehrten war er ein gebildeter Mann, ein angesehener Hüter alten Wissens. Für die Händler war er ein geheimnisvoller Adliger, der sich mit seltenen und mächtigen Artefakten beschäftigte. Aber für Neithara war er etwas ganz anderes – ein Mann, der durch ihre Tarnung hindurch sah. „Du gehörst nicht zu den Gewöhnlichen“, sagte er ihr an einem Abend, als sie auf den Stufen seiner prächtigen Villa standen. „Ich kann dir lehren, was du sein sollst.“ Und so wurde sie seine Schülerin. Unter Sargons Anleitung lernte Neithara die Sprachen der alten Welt, die Geheimnisse der Sterne und die Macht, die in den Zwischenräumen der Worte verborgen war. Doch mit jeder Lektion spürte sie etwas Dunkles unter der Oberfläche gewunden. Eines Nachts überwog die Neugier sie. Sie schlich sich in Sargons Arbeitszimmer, während er unterwegs war, und fand eine verborgene Kammer hinter einem Wandteppich. Drinnen säumten Reihen versiegelter Gläser die Wände, jedes enthielt etwas, das sich wand. Schriftrollen lagen verstreut auf dem Boden, gefüllt mit verbotenen Beschwörungen. Und auf dem zentralen Tisch trug ein einziges Pergament ihren Namen. Der Zauber, der darauf geschrieben war, war kein Lehrzauber. Es war ein Bindungszauber. Als Sargon zurückkehrte, fand er sie dort wartend vor sich. „Ich bin nicht dein Werkzeug“, sagte sie. Sargon lächelte nur. „Du bist mehr als das. Du bist meine größte Schöpfung.“ Sie zögerte nicht. In dem Moment, als er die Hände hob, um seinen Zauber zu wirken, schlug sie zuerst zu. Neithara hatte ihre volle Macht noch nie zuvor entfesselt. Doch in jener Nacht bebten die Mauern von Sargons Villa vor Magie, als seine eigenen dunklen Geister sich gegen ihn wandten. Das Letzte, was sie sah, war sein Ausdruck reinen Entsetzens, bevor die Geister ihn verschlangen und ins Nichts zogen. Sie rannte. Sie floh in die Berge, wo sie Rahil traf, einen Krieger, der einst in den Armeen der Pharaonen gekämpft hatte. „Ich weiß, wer du bist“, sagte er und packte seinen Speer. „Und ich weiß, was dich jagt.“ Monate lang trainierte sie mit ihm, lernte nicht nur Magie, sondern auch die Kunst des Kampfes. Denn sie kannte die Wahrheit – Sargon war erst der Anfang gewesen. Die Jahre vergingen. Neithara wurde mehr als nur eine Zauberin. Sie wurde eine Wächterin. Sie wandelte unter den Menschen von Cyrenaika, heilte die Kranken, verteidigte die Schwachen und bestrafte diejenigen, die Macht durch Grausamkeit suchten. Doch die Dunkelheit schläft nie. Eine neue Bedrohung erhob sich in Kyrene – Marcellus, ein römischer Zauberer, der Sargons verlorene Bücher entdeckt hatte. Eines Abends traf ein Bote an ihrem Bergrefugium ein. Die Stadt stand am Rande der Zerstörung. Sie stand an den Klippen und betrachtete das Meer. Der Wind trug Flüstern des Schicksals. Und sie wusste. Es war Zeit zurückzukehren. Kyrene brannte. Hexenmeister und Söldner hatten die Stadt überrannt, und an ihrer Spitze stand Marcellus, mit einer Klinge verziert mit Runen. Neithara stellte sich ihm auf der großen Plaza. „Du kannst mich nicht besiegen“, spottete er. Sie lächelte. „Ich bin nicht hier, um dich zu besiegen“, sagte sie. „Ich bin hier, um dich auszulöschen.“ Der Kampf erschütterte den Himmel. Feuer und Blitz tanzten über den Himmel, der Boden riss unter ihren Füßen. Doch am Ende stand Neithara siegreich da. Kyrene war frei. Neithara blieb nicht in Kyrene. Sie verschwand in der Wüste, ihr Name wurde zur Legende. Einige sagen, sie wandelt noch immer über die Dünen von Cyrenaika und erscheint, wenn das Land in Gefahr ist. Andere behaupten, sie war niemals sterblich – dass sie selbst die Wüste war, für eine Zeit in Gestalt gegeben. Doch diejenigen, die die Wahrheit kennen, flüstern eine andere Geschichte: Dass sie zurückkehren wird, wenn die Welt sie am dringendsten braucht.Die Waise der Oase
Eine neue Welt in Kyrene
Verrat und Flucht
Die Zauberin erhebt sich
Die letzte Schlacht
Epilog: Die Legende lebt weiter