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Die Legende der Tengu
Kenta, a young warrior, begins his journey up the mist-covered mountain path, surrounded by towering trees and the ominous presence of ancient legends. His grip tightens on his katana as he steps into the unknown, ready to face the trials ahead.

Über die Geschichte: Die Legende der Tengu ist ein Legend aus japan, der im Medieval spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Moral Einblicke. Die Prüfungen eines Kriegers in den Bergen Japans, wo die Legenden der Tengu lebendig werden.

In den alten Bergen Japans, wo Nebel wie Geister aus den Tälern aufsteigen und Bäume mit den Flüstern vergessener Zeiten wiegen, existiert eine Legende, die über Generationen weitergegeben wurde. Es ist die Geschichte der Tengu – geheimnisvolle Wesen, die auf der feinen Linie zwischen Göttern und Dämonen wandeln. Von einigen als Beschützer verehrt, von anderen als Schelme gefürchtet, liegt ihre Präsenz über den bewaldeten Gipfeln und abgelegenen Tempeln. Diese Kreaturen sollen sowohl menschliche als auch vogelartige Merkmale besitzen, mit scharfen Schnäbeln und feurigen Augen, gekleidet in Mönchsroben, aber mit Flügeln, die es ihnen ermöglichen, über die höchsten Bäume zu fliegen.

Die Legende beginnt mit der Geschichte eines jungen Kriegers namens Kenta, dessen Leben sich für immer änderte, als er in die Tiefen des Tengu-Reichs vordrang.

Kapitel Eins: Die Reise des Kriegers

Kenta war ein ehrbarer Mann, geschickt im Umgang mit dem Schwert und treu seinem Herrn ergeben. Er stammte aus einem kleinen Dorf am Fuße des Berges Kurama, einem Ort, der für seine alten Tempel und Legenden über mystische Kreaturen bekannt war. Die Dorfbewohner sprachen oft mit gedämpfter Stimme über die Tengu und warnten Reisende davor, nicht zu weit in die dichten Wälder vorzudringen. Doch Kenta, getrieben von Neugier und dem Wunsch, sich zu beweisen, schenkte solchen Warnungen wenig Beachtung.

Eines schicksalhaften Tages wurde Kenta beauftragt, eine Botschaft zu einem Tempel hoch in den Bergen zu bringen, eine Reise, die ihn durch das Herz des Tengu-Territoriums führen sollte. Bewaffnet mit seinem Katana und dem Entschluss eines Kriegers brach er bei Tagesanbruch auf, während die aufgehende Sonne lange Schatten über das Dorf warf. Auf dem verschlungenen Bergpfad spürte er die Luft kälter werden, und die Geräusche des Dorfes wurden durch die unheimliche Stille des Waldes ersetzt.

Je höher er stieg, desto mehr spürte Kenta eine Präsenz, die ihn beobachtete. Es war, als hätten die Bäume Augen und verfolgten jede seiner Bewegungen. Er verstärkte seinen Griff um das Schwert, bereit für alles, was auf ihn zukommen könnte. Der Weg wurde steiler, und bald wichen die Bäume gezackten Felsen und Klippen. Ein dichter Nebel zog auf und verhüllte seine Sicht, sodass Kenta sich in einer Welt aus Weiß verlor.

Plötzlich huschte ein Schatten durch den Nebel, zu schnell, als dass Kenta reagieren konnte. Er zog sein Schwert, das Herz raste. Aus dem Nebel trat eine Gestalt hervor, wie er sie noch nie zuvor gesehen hatte. Sie stand groß, mit dem Körper eines Mannes, aber dem Gesicht eines Vogels, ihr Schnabel scharf und ihre Augen leuchteten mit einem überirdischen Licht. Flügel erstreckten sich von ihrem Rücken, und ihre Roben flatterten im Wind, als stünde sie kurz davor, in die Lüfte zu steigen.

„Wer wagt es, das Reich der Tengu zu betreten?“ hallte die Stimme der Kreatur durch den Nebel.

Kenta hob sein Schwert zur Verteidigung. „Ich bin Kenta, ein Krieger aus dem Dorf unten. Ich wünsche kein Unheil.“

Der Tengu legte den Kopf schief, als ob er die Worte des jungen Mannes überlegte. „Kein Unheil, sagst du? Und doch drangst du in unser heiliges Land ein. Ihr Menschen seid immer so kühn, so töricht.“

Kenta hielt stand, obwohl er das Gewicht des Blicks des Tengu auf sich drückte. „Ich bin auf einer Mission, eine Botschaft zum Tempel zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um dich herauszufordern.“

Die Augen des Tengu verengten sich. „Eine Botschaft, sagst du? Sehr wohl. Aber wisse dies, Mensch: Deine Reise hat gerade erst begonnen. Die Berge bergen viele Gefahren, und nicht alle sind so nachsichtig wie ich.“

Ohne ein weiteres Wort verschwand der Tengu im Nebel und ließ Kenta erneut allein zurück. Er steckte sein Schwert wieder ein, das Herz raste immer noch, und setzte seinen Aufstieg fort. Was er nicht wusste, war, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Reihe von Prüfungen war, die nicht nur seine Stärke, sondern auch seine Seele auf die Probe stellen würden.

Kapitel Zwei: Der Tempel der Winde

Nach Stunden des Aufstiegs erreichte Kenta schließlich den Tempel, dessen alte steinerne Mauern kaum durch den Nebel sichtbar waren. Die Luft war dicht mit dem Duft von Weihrauch, und das ferne Echo chantender Mönche ließ sich vage hören. Er näherte sich den großen Holztüren und drückte sie mit einem Quietschen auf. Im Inneren war der Tempel düster beleuchtet, das flackernde Licht der Laternen warf lange Schatten über den Boden.

Am weitesten Ende der Halle stand ein alter Mönch, seine Roben zerschlissen und sein Gesicht vom Alter gezeichnet. Er drehte sich langsam um, als Kenta eintrat, und seine Augen durchbohrten den jungen Krieger mit einem wissenden Blick.

„Du hast sie getroffen, nicht wahr?“ fragte der Mönch mit kaum hörbarer Stimme.

Kenta zögerte einen Moment, bevor er nickte. „Die Tengu. Einer ist mir auf dem Berg begegnet.“

Der Mönch seufzte, ein tiefes, müdes Geräusch. „Sie sind die Wächter dieser Berge und nehmen Eindringlinge nicht gern auf. Du hast Glück, dass du bis hierher unbeschadet gekommen bist.“

Kenta trat näher zum Mönch und zog die Botschaft aus seiner Gürteltasche. „Ich wurde geschickt, dies an euch zu überbringen.“

Der Mönch nahm die Schriftrolle und entrollte sie, seine Augen lasen die Worte. Langsam nickte er, als ob er etwas bestätigte, von dem er bereits wusste. „Diese Botschaft ist von großer Bedeutung. Sie spricht von einem im Süden aufkommenden Krieg, einem Konflikt, der großes Leid über unsere Lande bringen wird. Aber sie spricht auch von dir, Kenta.“

Kenta runzelte die Stirn. „Von mir? Wie kann das sein?“

Der Mönch blickte auf, seine Augen glänzten mit einem seltsamen Licht. „Die Tengu haben dich auserwählt. Sie haben etwas in dir gesehen, dessen du selbst noch nicht bewusst bist. Deine Reise endet hier nicht. Tatsächlich fängt sie gerade erst an.“

Bevor Kenta antworten konnte, bebte der Boden unter seinen Füßen. Die Tempelmauern erschütterten, und das Gesänge der Mönche wurden lauter, dringlicher. Der alte Mönch packte Kentas Arm und zog ihn zur Tür.

„Du musst jetzt gehen! Die Tengu beobachten dich und werden dich auf Weisen prüfen, die du dir nicht vorstellen kannst. Geh, bevor es zu spät ist!“

Kenta rannte aus dem Tempel, die Erde bebte unter ihm, als er den Berg hinabstieg. Der Nebel verdichtete sich, und das Geräusch von flatternden Flügeln erfüllte die Luft. Er wusste, dass die Tengu nah waren, und er konnte nur hoffen, dass er bereit war für die bevorstehenden Prüfungen.

Kapitel Drei: Prüfungen der Tengu

Während Kenta tiefer in den Wald hinabstieg, schien der Nebel ein Eigenleben zu entwickeln und wirbelte um ihn herum wie ein lebendiges Wesen. Die Bäume ragten hoch in den Himmel, ihre Äste verdreht und knorrig, und das Heulen des Windes durch die Blätter bildete eine unheimliche, überirdische Symphonie.

Plötzlich teilte sich der Nebel und offenbarte eine Gestalt, die in der klaren Lichtung stand. Es war ein weiterer Tengu, doch dieser unterschied sich vom ersten. Seine Roben waren prächtiger, seine Flügel größer und bedrohlicher. Seine Augen glühten mit heftiger Intensität, als er vortrat und einen langen Stab schwang.

„Kenta,“ sprach der Tengu mit tiefer, bestimmender Stimme. „Du bist auserwählt, die Prüfungen der Tengu zu bestehen. Nur indem du deinen Wert beweist, kannst du deine Reise fortsetzen. Bist du bereit?“

Kenta nickte, obwohl sein Herz vor Unsicherheit raste. „Ich werde mich allen Herausforderungen stellen, die ihr mir stellt.“

Der Tengu lächelte, obwohl es ein kalter und beunruhigender Ausdruck war. „Sehr wohl. Deine erste Prüfung ist eine der Stärke. Du musst mich im Kampf besiegen.“

Ohne Vorwarnung sprang der Tengu auf Kenta zu, sein Stab schwang sich mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Luft. Kenta hatte kaum Zeit zu reagieren, zog sein Schwert und blockierte den Schlag. Die Wucht des Angriffs schleuderte ihn zurück, doch er fand schnell wieder festen Stand und konterte mit einem eigenen Schlag.

Was sich wie Stunden anfühlte, verging, während die beiden sich auf der Lichtung duellierten, das Geräusch von Metall auf Holz hallte durch den Wald. Kenta kämpfte mit aller Kraft, doch der Tengu war schnell, seine Bewegungen nahezu unvorhersehbar. Schweiß lief ihm ins Gesicht, und seine Arme schmerzten von der unerbittlichen Attacke.

Gerade als Kenta dachte, er könne nicht länger kämpfen, stoppte der Tengu, senkte seinen Stab. „Genug,“ sagte er, seine Stimme wieder ruhig. „Du hast große Stärke und Entschlossenheit gezeigt. Du hast die erste Prüfung bestanden.“

Kenta sackte auf die Knie, keuchend nach Luft. „Was... was ist die nächste Prüfung?“

Der Tengu neigte den Kopf, seine Augen verengten sich. „Die nächste Prüfung ist eine der Weisheit. Du musst das Rätsel lösen, das ich dir stelle. Wenn du scheiterst, endet deine Reise hier.“

Kenta wischte sich den Schweiß von der Stirn, sein Geist raste. „Ich bin bereit.“

Der Tengu trat näher, seine Stimme tief und unheilvoll. „Ich bin nicht lebendig, aber ich wachse. Ich habe keine Lungen, aber ich brauche Luft. Was bin ich?“

Kentas Geist raste, als er über das Rätsel nachdachte. Es war einfach, doch tiefgründig. Nach einem Moment kam ihm die Antwort.

„Ein Feuer,“ sagte er, seine Stimme ruhig.

Der Tengu lächelte wieder, diesmal mit echter Zustimmung. „Richtig. Du hast die zweite Prüfung bestanden.“

Doch bevor Kenta feiern konnte, wurde der Ausdruck des Tengu ernst. „Die letzte Prüfung ist eine der Herzen. Du musst dich deiner tiefsten Angst stellen, und nur dann wirst du wahrhaft frei sein.“

Kentas Atem stockte. Seine tiefste Angst? Was könnte das sein?

Kenta steht mit gezogenen Schwert in einer mystischen Lichtung im Wald einem Tengu gegenüber, bereit für einen gefährlichen Kampf.
Kenta behauptet sich entschlossen, während er dem gefürchteten Tengu in einer dunklen, nebelverhangenen Lichtung des Waldes gegenübertritt.

Kapitel Vier: Der Spiegel der Angst

Der Tengu führte Kenta tiefer in den Wald, wo die Bäume so dicht wuchsen, dass kaum Licht durch das Blätterdach drang. Nach scheinbar endlosen Stunden des stillen Gehens erreichten sie eine Lichtung. In ihrer Mitte stand ein großer, alter Spiegel, dessen Oberfläche im Mondlicht wie Wasser beruhigte.

„Dies ist der Spiegel der Angst,“ sagte der Tengu und deutete auf das seltsame Objekt. „Blicke hinein, und er wird dir das zeigen, was du am meisten fürchtest.“

Kenta zögerte. Er hatte in seinem Leben viele Gefahren überstanden, aber der Gedanke, sich seiner tiefsten Angst zu stellen, erfüllte ihn mit einer Furcht, die er noch nie zuvor gekannt hatte.

Doch er war zu weit gekommen, um jetzt umzukehren.

Tief Luft holend, trat Kenta vor und blickte in den Spiegel. Einen Moment sah er nur sein eigenes Spiegelbild, müde und erschöpft von den Prüfungen, die er durchgemacht hatte. Doch dann begann sich das Bild zu verändern.

Kenta blickt in den Spiegel der Angst und sieht sein Dorf in Flammen, während er sich seiner tiefsten Furcht gegenübersieht.
Kenta stellt sich seiner tiefsten Angst durch den Spiegel der Furcht und wird Zeuge einer Vision, in der sein Dorf verwüstet wird.

Im Spiegel sah Kenta sein Dorf, friedlich und ruhig, wie es immer gewesen war. Doch dann verdunkelte sich der Himmel, und Flammen brachen aus den Häusern hervor. Die Dorfbewohner schrien vor Terror, während schattenhafte Gestalten auf sie herabstiegen und sie ohne Gnade niederschlugen. Inmitten des Chaos sah Kenta sich selbst, hilflos dastehend, während seine Freunde und Familie abgeschlachtet wurden.

Sein Herz pochte heftig in der Brust, als sich die Szene vor ihm entfaltete. Dies war seine größte Angst – die Angst vor Versagen, davor, die zu beschützen, die er liebte, nicht schützen zu können. Es war eine Angst, die ihn seit seiner Kindheit verfolgte, eine Angst, die ihn dazu brachte, Krieger zu werden.

Tränen stiegen Kenta in die Augen, als er die Verwüstung im Spiegel beobachtete. Er wollte wegsehen, vor dem Grauen fliehen, doch er zwang sich, weiterzusehen. Er musste sich ihm stellen, egal wie schmerzhaft es war.

Plötzlich änderte sich das Bild im Spiegel erneut. Diesmal sah Kenta eine andere Version von sich selbst – stärker, entschlossener. In dieser Vision kämpfte er gegen die schattenhaften Gestalten zurück, zerschnitt sie mit seinem Schwert und verteidigte sein Dorf mit allem, was er hatte.

Die Stimme des Tengu hallte in seinem Geist wider. „Du hast die Kraft in dir, deine Angst zu überwinden, Kenta. Aber nur, wenn du an dich selbst glaubst.“

Kenta nahm tief Luft, seine Angst schmolz allmählich dahin. Er wusste nun, dass er seine Angst nicht sein lassen durfte, sie kontrollieren zu lassen. Er musste stärker sein als das.

Die Oberfläche des Spiegels kräuselte sich ein letztes Mal, und das Bild verblasste, sodass Kenta allein auf der Lichtung stand. Der Tengu trat vor, seine Augen glänzten vor Zustimmung.

„Du hast dich deiner Angst gestellt und sie überwunden. Du hast die letzte Prüfung bestanden.“

Kenta nickte, ein Gefühl der Erleichterung durchströmte ihn. Er hatte es geschafft. Er hatte die Prüfungen der Tengu bestanden und gestärkt daraus hervorgegangen.

Kapitel Fünf: Der Pfad der Tengu

Nachdem die Prüfungen hinter ihm lagen, setzte Kenta seine Reise durch die Berge fort, doch jetzt fühlte er sich verändert. Die Tengu hatten ihm Dinge über sich selbst gezeigt, die er zuvor nie vollständig verstanden hatte. Sie hatten nicht nur seine Stärke und Weisheit, sondern auch sein Herz geprüft und ihn dadurch stärker gemacht.

Während er ging, dachte er an das Dorf, das er im Spiegel gesehen hatte – das Dorf, das er nicht beschützen konnte. Doch jetzt wusste er, dass er das niemals zulassen würde. Er würde mit aller Kraft kämpfen, um diejenigen zu beschützen, die er liebte, egal welchen Preis es kostete.

Kenta, stärker und weiser, trainiert junge Krieger in einer sonnenbeschienenen Waldlichtung, die Frieden und Stärke symbolisiert.
Kenta, mittlerweile Mentor, bildet in der friedlichen Umgebung seines Dorfes neue Krieger aus, nachdem er Weisheit und Stärke erworben hat.

Die Tengu, die ihm seit den Prüfungen still gefolgt waren, sprach endlich. „Du hast dich als würdig erwiesen, Kenta. Aber es gibt noch eine letzte Sache, die du verstehen musst.“

Kenta drehte sich zum Tengu um, sein Gesicht ernst. „Was ist es?“

„Die Tengu sind nicht deine Feinde,“ sagte die Kreatur, ihre Stimme nun sanfter. „Wir sind die Wächter dieser Berge, ja, aber wir sind auch die Beschützer des Gleichgewichts. Wir testen diejenigen, die unser Reich betreten, um sicherzustellen, dass sie würdig sind, und du, Kenta, hast das bewiesen.“

Kenta runzelte die Stirn. „Aber warum testet ihr mich? Warum habt ihr mich all dies durchmachen lassen?“

Die Augen des Tengu leuchteten mit einem seltsamen Licht. „Weil du zu Großartigem bestimmt bist, Kenta. Der Weg, den du gehst, ist kein leichter, aber er wird dich dazu führen, ein Beschützer deines Volkes zu werden. Die Prüfungen, die du hier bestanden hast, waren nur der Anfang. Es werden noch weitere Herausforderungen folgen, aber du hast jetzt die Stärke, ihnen zu begegnen.“

Kenta fühlte eine Welle der Ehrfurcht über sich kommen. Die Worte des Tengu erfüllten ihn mit einem erneuten Sinn für Zweck. Er war in die Berge gekommen, um nur eine Botschaft zu überbringen, aber er hatte etwas viel Größeres gefunden.

„Danke,“ sagte Kenta und verbeugte sich tief.

Der Tengu nickte, seine Flügel falteten sich hinter seinem Rücken. „Geh jetzt, und denke daran, was du gelernt hast. Die Tengu werden immer wachen.“

Damit verschwand der Tengu im Nebel und ließ Kenta erneut allein zurück. Doch diesmal fühlte er sich nicht allein. Er wusste, dass die Tengu über ihn wachten und ihn auf seinem Weg leiteten.

Als Kenta den Berg hinabstieg, begann der Nebel sich zu lichten, und die Sonne brach durch die Wolken, tauchte den Wald in warmes, goldenes Licht. Er lächelte, fühlte, wie die Last seiner Angst von seinen Schultern wich. Die Reise war lang und schwierig gewesen, aber er war stärker denn je hervorgegangen.

Und so lebte die Legende der Tengu weiter, eine Erzählung von Stärke, Weisheit und Mut, die über Generationen hinweg weitergegeben wurde.

Epilog: Die Rückkehr nach Hause

Als Kenta schließlich in sein Dorf zurückkehrte, wurde er als Held empfangen. Die Dorfbewohner versammelten sich um ihn, begierig darauf, die Geschichte seiner Reise durch die Berge zu hören. Er erzählte ihnen von den Prüfungen, denen er sich gestellt hatte, von den Tengu und ihren Tests, und von der Stärke, die er in sich selbst gefunden hatte.

Kenta spaziert in der Abenddämmerung durch sein friedliches Dorf, umgeben von lächelnden Dorfbewohnern, während der Frieden wiederhergestellt wird.
Kenta geht beim Sonnenuntergang durch sein Dorf, ein Symbol für die wiedergefundene Ruhe und Harmonie nach seinen Prüfungen in den Bergen.

Doch während er sprach, erkannte Kenta, dass die wahre Lehre seiner Reise nicht eine von Sieg oder Stärke war, sondern von Verständnis. Die Tengu hatten ihm gezeigt, dass Angst nichts ist, vor dem man Angst haben sollte, sondern etwas, das man annehmen und überwinden kann. Es war ein Teil von ihm, genauso wie sein Mut und seine Entschlossenheit.

Und so wurde Kenta nicht nur zum Krieger, sondern auch zum Lehrer, teilte die Weisheit, die er gewonnen hatte, mit anderen. Er bildete neue Krieger aus, lehrte sie nicht nur die Kunst des Schwertes, sondern auch die Bedeutung, sich ihren Ängsten direkt zu stellen. Sein Dorf florierte unter seiner Führung, und die Legende von Kenta, dem Krieger, der sich den Tengu gestellt hatte, wurde zu einer Geschichte, die über die Zeiten hinweg weitergegeben wurde.

Noch heute sagt man, die Tengu wachen über die Berge und testen jene, die ihre Weisheit suchen. Und für diejenigen, die mutig genug sind, sich den Prüfungen zu stellen, sind die Belohnungen groß, denn die Tengu enthüllen nicht nur die Stärke des Körpers, sondern auch die Stärke des Geistes.

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