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Über die Geschichte: Die Elefanten des alten Oyo ist ein Legend aus nigeria, der im Ancient spielt. Diese Poetic Erzählung erforscht Themen wie Redemption und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Moral Einblicke. Das Schicksal eines Königreichs steht auf der Kippe, als seine heiligen Elefanten verschwinden – wird Oyo seine Macht zurückgewinnen oder unter dem Gewicht seiner eigenen Gier zerbrechen?.
Vor langer Zeit, bevor die großen Städte Westafrikas emporwuchsen und bevor die Kriegstrommeln über die Savanne widerhallten, stand das Königreich des Alten Oyo als Symbol für Stärke, Weisheit und göttliche Macht. Es war ein Land, in dem Könige von den Göttern auserwählt wurden, in dem Krieger furchtlos in die Schlacht ritten und in dem das Land selbst vor Energie längst vergangener Ahnen zu summen schien.
Doch jenseits der Mauern von Oyo-Ile, jenseits der weitläufigen Felder und der geschäftigen Märkte, gab es Riesen – die großen Elefanten von Altem Oyo. Sie waren mehr als bloße Bestien; sie wurden als Boten der Götter verehrt, heilige Wesen, die das Glück des Königreichs auf ihren breiten Rücken trugen.
Legenden erzählten von einer Zeit, in der der Alaafin, der göttliche Herrscher von Oyo, unter diesen Kreaturen wandelte, seine Hand auf ihre dicken Haut legte und mit ihnen flüsterte, als wären sie Verwandte. Die Bindung zwischen Mensch und Tier war unzerbrechlich – bis sie zerbrach.
Dies ist die Geschichte davon, wie Altes Oyo seine Elefanten verlor… und wie es dadurch sich selbst verlor. In den prächtigen Hallen von Oyo-Ile, wo der Duft brennender Öle in der Luft lag und die Atmosphäre von der Schwere der Geschichte erfüllt war, saß der Alaafin Obatunde auf seinem Thron aus Elfenbein und Bronze. Sein Gesicht war von den Lasten der Königsherrschaft gezeichnet, seine Augen scharf vor der Weisheit seiner Vorfahren. Er lauschte aufmerksam, während seine Boten vor ihm knieten, ihre Gesichter von Schweißstreifen gezeichnet, ihre Stimmen zitternd. „O großer Alaafin“, sprach einer von ihnen, sein Atem kam in keuchenden Stößen, „die Elefanten… sie sind verschwunden.“ Der Hof, einst erfüllt von Flüstern über Politik und Handel, verstummte totenstill. Der Griff des Alaafin umklammerte den geschnitzten Armlehnen seines Thrones fester. „Verschwunden?“ Seine Stimme war tief und ruhig, doch dahinter lauerte etwas anderes. Etwas Gefährliches. „Verschollen, mein Herr. Kein einziger bleibt in den Wäldern. Keine Spuren, keine Zeichen. Die Jäger haben tagelang gesucht – es gibt nichts.“ Ein leises Murmeln erhob sich unter den Häuptlingen und Kriegsfürsten, die in der großen Halle versammelt waren. Die Elefanten waren nicht nur Tiere; sie waren die Seele Oyos. Ohne sie war die Gunst der Götter dem Königreich ungewiss. Ohne sie fühlte sich das Königreich selbst… verletzlich an. Obatunde erhob sich langsam, seine tiefblauen Gewänder fielen wie fließendes Wasser um ihn herum. „Findet sie“, befahl er. „Schickt die besten Jäger. Durchkämmt die Flüsse, die Wälder, die Hügel. Bringt sie zurück.“ Der Befehl war erteilt. Das Schicksal des Königreichs lag nun in den Händen seiner Jäger. Unter den ausgewählten Jägern war Adigun, ein Mann, dessen Name das Gewicht von hundert Siegen trug. Sein Bogen hatte mehr Bestien erlegt, als er zählen konnte, sein Speer hatte das Blut von Kriegern und Tieren gleichermaßen gekostet. Mit ihm war Olaolu, ein Fährtenleser, bekannt für seine scharfen Augen und noch schärferen Verstand. Er konnte den Boden lesen, als wäre er ein Pergament der Götter, jeder Fußabdruck ein Wort, jeder gebrochene Zweig ein Satz in einer Sprache, die nur er entziffern konnte. Siezogen für sieben Monde durch die Lande Oyos und folgten den schwächsten Spuren. Sie durchquerten die Igbo-Oba-Wälder, wo die Bäume Geheimnisse im Wind flüsterten, und den Osun-Fluss, wo Krokodile wie Schatten unter der Wasseroberfläche lauerten. Sie fanden Zeichen der großen Bestien – zertrampften Rasen, ferne Rufe vom Wind getragen – aber niemals die Kreaturen selbst. Es war, als hätten sie die Erde selbst verschlungen. Dann, eines Nachts, als die Männer an einem schwächelnden Feuer saßen, trat eine alte Frau vor sie. Sie war gebeugt vor Alter, ihre Finger krumm wie verwurzelte Äste, ihre Augen trüb vor jahrelanger Weisheit. „Ihr sucht die Verlorenen“, sagte sie. Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch sie schnitt durch die Nacht wie eine Klinge. Adigun und Olaolu tauschten misstrauische Blicke aus, bevor sie nickten. „Die Elefanten sind geflohen“, fuhr sie fort, „denn sie haben gesehen, was der Mensch geworden ist. Jäger aus jenseits unserer Lande sind gekommen, um ihr Elfenbein zu suchen. Sie wissen, dass sie sterben werden, wenn sie bleiben.“ Ein Schweigen fiel über das Lager. Die Jäger von jenseits… Fremde. Diejenigen, die über die Wüsten kamen, aus unbekannten Ländern. Man sagte, sie kümmerten sich nicht um die Götter, noch um das Gleichgewicht des Lebens, nur um Reichtum und Macht. „Wohin sind sie gegangen?“ fragte Olaolu. Die Lippen der Frau kräuselten sich in ein wissendes Lächeln. „Sie wohnen nun dort, wo kein Mensch zu wandeln wagt. Das verbotene Tal von Ajanaku.“ Ajanaku. Der Name allein ließ die Männer stocken. Es war ein Ort der Legenden, über den in gedämpften Tönen geflüstert wurde. Ein Ort, wo die Geister der alten Welt noch wandelten. Doch wenn die Elefanten dort waren, so würden sie auch hingehen. Die Reise nach Ajanaku war kein leichter Weg. Das Tal war verborgen hinter einer Gebirgskette, die wie stille Götter emporragte, ihre gezackten Gipfel durchbohrten den Himmel. Der Pfad war tückisch – dichte Ranken erstickten die schmalen Pfade, unsichtbare Kreaturen krochen im Unterholz, und jeder Schritt fühlte sich an wie eine Herausforderung, die die Götter selbst stellten. Als sie schließlich den Eingang erreichten, fanden sie sich vor einem alten Steinbogen wieder, dessen Oberfläche mit Symbolen verziert war, die älter waren als das Königreich Oyo selbst. Als sie eintraten, fiel eine seltsame Stille über sie. Die Luft war schwer, belastet mit etwas Unsichtbarem, das man in den Knochen spürte. Die Bäume hier wuchsen höher als alle, die sie zuvor gesehen hatten, ihre Stämme breit genug, um einen Mann vollständig zu verschlingen. Und dann sahen sie sie. Eine Herde – dutzende von ihnen, ihre massiven Gestalten bewegten sich wie Schatten im Mondlicht. Einige waren alt, ihre Stoßzähne lang und gebogen wie Mondsicheln. Andere waren jung, ihre Augen voller Neugier auf die Welt. Eine tiefe, kraftvolle Trompete ertönte, erschütterte den Boden unter ihren Füßen. Aus den Schatten trat ein Mann hervor. Er war groß, seine Gewänder in der Farbe von Ocker gefärbt, Perlen um seinen Hals wie die Ringe eines großen Baumes. Seine Augen brannten wie Glut. „Ich bin Olowu“, sagte er, die Stimme reich an Macht. „Hüter dieses Tals.“ Adigun trat vor. „Der Alaafin befiehlt die Rückkehr der Elefanten.“ Olowu schüttelte den Kopf. „Sie werden nicht zurückkehren.“ Zurück in Oyo-Ile erfuhr der Bashorun, der Kriegsherr des Königreichs, von Adiguns Scheitern. Sein Gesicht verdunkelte sich vor Zorn. „Der Alaafin ist schwach“, spuckte er. „Wenn er die Elefanten nicht zurückbringen kann, dann werden wir sie mit Gewalt holen.“ Und so ritten in der tiefen Nacht die Krieger von Oyo aus – Schwerter gezogen, Herzen verhärtet, bereit, das zu beanspruchen, was sie für ihr Eigentum hielten. Sie erreichten Ajanaku, als das erste Licht der Morgendämmerung am Horizont aufstieg. Doch das Tal war wach. Die Elefanten standen da, ihre Augen wachsam. Olowu stand vor ihnen, unerschüttert. Die Schlacht war brutal. Schwerter prallten aufeinander, Speere flogen, und die Erde bebte unter dem Zorn der Götter und der Menschen. Mitten in allem fiel Olowu – sein Blut färbte den heiligen Boden. Mit seinem letzten Atemzug flüsterte er: „Sie werden niemals euch gehören.“ Und dann stürmten die Elefanten. Ohne die Elefanten, ohne ihren Segen, begann Altes Oyo zu verwelken. Das Königreich zerfiel. Feinde griffen aus dem Norden an, die Flüsse rannten rot vom Kampf, und innerhalb einer Generation war Oyo-Ile nichts weiter als Ruinen unter der Sonne. Aber die Elefanten? Sie blieben. Für immer verborgen im Tal von Ajanaku, außerhalb der Reichweite der Menschen, für immer frei.Das Dekret des Alaafin
Die Suche der Jäger
Das Verbotene Tal
Die Elefanten
Der Verrat
Der Fall von Oyo
ENDE.