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Über die Geschichte: **Geschenk der Magier** ist ein Realistic Fiction aus united-states, der im 20th-century spielt. Diese Poetic Erzählung erforscht Themen wie Romance und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Moral Einblicke. Eine herzerwärmende Geschichte von Liebe und Opferbereitschaft, die die wahre Bedeutung des Schenkens einfängt.
Es war Heiligabend in einer kleinen, gemütlichen Wohnung, wo die Liebe die Herzen zweier junger Seelen trotz der beißenden Kälte draußen erwärmte. Hier entfaltet sich die Geschichte von Della und Jim Young – eine Geschichte von so tiefer Liebe, dass sie die Weisheit der Heiligen Drei Könige widerspiegelt, der weisen Männer aus biblischen Zeiten, die kostbare Geschenke brachten, um das neugeborene Christuskind zu ehren. Doch in diesem Märchen überwiegen die Geschenke der Liebe die materiellen Schätze.
Della Young saß am Fenster ihrer winzigen Wohnung, ihr Spiegelbild schwach gegen das gefrostete Glas. Sie hielt einen kleinen Beutel mit ihren Ersparnissen fest umklammert, der leise klimperte, als sie ihn auf den abgenutzten Holztisch schüttete. Münzen verstreuten sich, ein dumpfes Chor der Enttäuschung. Sorgfältig zählte sie sie noch einmal, als könnte reiner Wille die dürftigen 1,87 Dollar vermehren. „Oh, Jim“, flüsterte sie in den leeren Raum, „wie kann ich dir das Weihnachten schenken, das du verdienst, mit so wenig?“ Jim arbeitete lange Stunden als Verkäufer und verdiente gerade genug, um Miete und Grundbedarf zu decken. Della wusste, dass die Last schwer auf ihm lastete, doch er ließ niemals zu, dass seine Liebe erlosch oder sein Lachen verstummte. Sie beschloss, ihm zu zeigen, wie sehr sie seine Opfer schätzte. Aber was konnte sie sich mit 1,87 Dollar leisten? Ihr Blick fiel auf einen kleinen Spiegel an der Wand. Er spiegelte ihren wertvollsten Besitz wider: ihr langes, wallendes Haar, das wie flüssiges Gold schimmerte. Sie fuhr mit den Fingern hindurch, ihr Herz hin- und hergerissen zwischen Stolz und Notwendigkeit. „Vielleicht ist dies der Weg“, murmelte sie, ihre Entschlossenheit härte ihren Entschluss. Della trat auf die geschäftigen Straßen, die Kälte biss in ihre Wangen. Sie ging schnell, ihr Herz donnerte vor Unsicherheit. Ihr Ziel war ein bescheidenes Geschäft, an dem sie viele Male vorbeigelaufen war: Madame Sofronies Haarwaren. Das Klingelchen läutete leise, als sie eintrat. Madame Sofronie, eine stämmige Frau mit einer sachlichen Art, blickte von der Theke auf. „Willst du mein Haar kaufen?“ fragte Della, ihre Stimme ruhig trotz des Zitterns in ihrem Herzen. Madame Sofronies scharfe Augen musterten ihre Krone des Ruhms. „Zwanzig Dollar“, sagte sie schnippisch und zog eine Schere hervor. Della setzte sich auf den Stuhl, ihre Hände umklammerten die Armlehnen fest. Während ihr Haar in langen, goldenen Strähnen fiel, stiegen ihr die Tränen in die Augen. Doch sie zögerte nicht. Ihre Liebe zu Jim war jede Opferbereitschaft wert. Das Geld fest umklammert, eilte sie zu einem Juweliergeschäft. Die Halskette, die sie auswählte, war schlicht und doch elegant, ein passender Begleiter für Jims wertvolle Uhr. Sie lächelte und stellte sich das Lächeln auf seinem Gesicht vor, wenn er sie sah. Als Della in ihre Wohnung zurückkehrte, erschrak sie erneut über den Anblick ihrer kurzen Haare im Spiegel. Sie tupfte ihre Wangen mit Puder ab, um ihr markantes neues Aussehen zu mildern. Die festlichen Dekorationen, die sie liebevoll arrangiert hatte, schienen ihre Unsicherheit zu verspotten. Endlich drehte sich der Schlüssel im Schloss, und Jim trat ein. Er blieb abrupt stehen, sein Gesicht zeigte eine Mischung aus Schock und Unglauben. „Della“, sagte er langsam, „deine Haare... sie sind weg.“ „Ja“, antwortete sie, eilig ihm Sicherheit zu geben. „Ich habe sie verkauft, um dir das zu kaufen.“ Sie hielt die Kette hin, ihre Augen leuchteten vor Hoffnung. „Ist es nicht schön, Jim? Ich wollte dir etwas geben, das deiner Uhr würdig ist.“ Jims Hand zitterte, als er in seine Tasche griff. Er zog ein kleines Päckchen heraus und reichte es ihr. „Öffne es“, sagte er leise. Darinnen befanden sich ein Satz Schildpattkämme, verziert mit zarten Juwelen – genau die Kämme, die Della lange bewundert hatte, aus dem Schaufenster eines Geschäfts. Ihr Herz hüpfte vor Freude, bevor ihr die Erkenntnis traf. „Oh, Jim“, keuchte sie. „Meine Haare... sie wachsen nach.“ Jim lächelte wehmütig. „Ich habe meine Uhr verkauft, um sie zu kaufen.“ In der Stille ihres bescheidenen Heims entfaltete sich die Ironie ihrer Opfer. Die Kämme und die Kette, beide durch ihre selbstlosen Taten nutzlos geworden, lagen auf dem Tisch. Doch weder Jim noch Della empfanden Reue. Ihre Liebe wurde nicht an den Geschenken selbst gemessen, sondern an der Tiefe ihrer Hingabe. Sie umarmten sich, ihr Lachen vermischte sich mit der Wärme des Moments. Draußen war die Welt im Zauber von Weihnachten gehüllt, und drinnen strahlte ihre Liebe heller als jede Ornamente oder Licht. O. Henry schließt die Geschichte mit einer bewegenden Reflexion ab: Die Heiligen Drei Könige, weise Männer aus alten Zeiten, brachten Geschenke der Weisheit. Jim und Della, in ihren einfachen Liebesakten, erwiesen sich als die Weisesten von allen, denn sie verstanden den wahren Geist des Gebens.Das Gewicht der Münzen
Die endgültige Entscheidung
Heimkehr
Die Weisheit der Heiligen Drei Könige