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Über die Geschichte: Der Verrat auf der Burg Karlštejn ist ein Historical Fiction aus czech-republic, der im Medieval spielt. Diese Formal Erzählung erforscht Themen wie Justice und ist geeignet für Adults. Sie bietet Historical Einblicke. Eine fesselnde Geschichte von Verrat, Loyalität und dem Kampf, das heilige Herz eines Imperiums zu schützen.
Hoch über den üppigen Wäldern Böhmens thronte die Burg Karlštejn als uneinnehmbare Festung, eine Hochburg der Macht und Verehrung. Erbaut von Kaiser Karl IV., um die heiligsten Reliquien und die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reiches zu sichern, war sie mehr als nur eine Burg—sie war ein Heiligtum göttlicher Autorität, ein Ort absoluten Vertrauens, an dem Verrat undenkbar war.
Doch in einer bitteren Winternacht des Jahres 1380 sollte Karlštejn einen Verrat so niederträchtig erleben, dass er die Grundfesten des Reiches erschüttern könnte.
Dies ist eine Geschichte von Ehrgeiz und Täuschung, von Männern, die durch Pflicht gebunden und doch von Macht verlockt werden, und von der dünnen, gefährlichen Linie zwischen Loyalität und Verrat.
Der Winterwind heulte gegen die steinernen Mauern und ließ die eisern geschwungenen Fenster der großen Halle klappern. Drinnen vertrieb das flackernde Licht der Fackeln kaum die heraufziehende Dunkelheit. Die Berater des Kaisers, Herren und Ritter hatten sich eilig versammelt, ihre Gesichter ernst. „Ein Verräter lauert unter uns“, verkündete Lord Petr von Rožmberk mit tiefer, aber bestimmter Stimme. Er entfaltete ein Pergament, das mit dem kaiserlichen Wappen versiegelt war, das Wachs noch frisch. „Dieser Brief wurde abgefangen, bevor er die Grenze erreichen konnte. Er spricht von einem bevorstehenden Komplott—ein Versuch, die Kronjuwelen zu stehlen.“ Ein Murmeln verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Halle. Lord Jan von Domažlice spottete. „Unsinn! Karlštejn ist undurchdringlich. Kein Dieb könnte diese Mauern überwinden.“ „Und doch“, widersprach Gräfin Alžbeta mit angespanntem Ton, „hat jemand das Vertrauen des Kaisers verraten.“ Am fernen Ende der Kammer blieb Sir Matej, der Hauptmann der Burgwachen, still. Er hatte Schlachten gesehen, Feinde jenseits der Burgmauern bekämpft, doch dies—dies war eine Bedrohung von innen. Eine Bedrohung, der er sich noch nie zuvor gegenübersah. Der Blick des Kaisers schweifte durch den Raum. „Findet den Verräter, bevor er zuschlägt“, befahl er mit einer Stimme, die das Murmeln wie ein Schwert durchschnitt. Matej richtete sich auf. „Ich werde persönlich dafür sorgen, Majestät.“ Die Jagd nach dem Verräter hatte begonnen. Lange nachdem der Rat sich aufgelöst hatte, blieb Karlštejn unruhig. Schritte hallten durch die steinernen Korridore, Fackeln flackerten gegen die kalten Zugluft, und Flüstern verweilte in den großen Hallen. Matej patrouillierte entlang der Burgmauern, seine Sinne geschärft. Der Schnee hatte begonnen zu fallen und bedeckte die Zinnen mit Weiß. Der Duft von brennendem Holz aus den Küchen mischte sich mit der klaren Winterluft. Er hielt inne. Eine Gestalt stand im Schatten nahe dem Eingang zur Kapelle. Im Dunkeln gehüllt, bewegte sie sich schnell und zog sich in die Nischen zurück, bevor Matej ausrufen konnte. Er verfolgte sie, seine Stiefel knirschten auf dem Stein. Als er die Nische erreichte, war die Gestalt verschwunden. Nur ein einzelnes Stück Pergament lag auf dem steinernen Boden flatternd. Matej hob es auf. Die Tinte war noch frisch. Matejs Griff um die Notiz verstärkte sich. Dies war kein bloße Warnung. Es war ein Versprechen. Bis zum Morgen tauchte ein neues Beweismittel auf—ein Dolch, dessen Griff mit dem Siegel von Lord Vojtech von Krumlov graviert war, wurde in der Nähe der Kapellentüren gefunden. Zur großen Halle gerufen, stand Lord Vojtech vor Matej und dem Rat des Kaisers. Seine grauen Augen brannten vor Empörung. „Das ist Wahnsinn“, spuckte er. „Ich habe dem Kaiser jahrelang treu gedient!“ Matej musterte ihn. Vojtech war ehrgeizig, ja, aber ein Verräter? Er hatte nie zuvor einen Grund zur Verdächtigung gegeben. „Und doch“, sagte Matej und hob den Dolch, „wurde dies dort gefunden, wo nur die vertrautesten des Kaisers sich aufhalten sollten.“ Vojtechs Kiefer schnürte sich zusammen. „Jemand versucht, mich reinzulegen.“ Matejs Instinkte rangen in ihm. Er hatte jahrelang gelernt, Männer zu lesen, und Vojtechs Empörung schien echt. Aber wenn er unschuldig war, dann war der wahre Verräter noch auf freiem Fuß. Ein Hornstoß hallte durch die Burg und zerriss die Spannung. Ein Reiter war an den Toren angekommen und brachte dringende Nachrichten. „Der Kaiser ist in Gefahr“, keuchte der Bote. Die Nacht brach herein, dick und bedrückend. Die Burg war in höchster Alarmbereitschaft, jeder Durchgang bewacht, jeder Korridor überwacht. Doch irgendwo in der Dunkelheit bewegte sich der Verräter ungesehen. Matej hatte sich in der Nähe der königlichen Gemächer positioniert, das Schwert in der Hand, auf alles vorbereitet. Draußen war der Sturm heftiger geworden, heulte durch die Türme wie ein Tier auf der Jagd nach Beute. Dann— Eine Explosion erschütterte die Burg. Die unteren Hallen füllten sich mit Rauch und Feuer, die Schreie der erschrockenen Wachen hallten gegen den Stein. Das Chaos war die perfekte Ablenkung. Matej wusste, woher der echte Angriff kommen würde. Er stürmte durch die Korridore und erreichte den Eingang zur Kapelle, wo die Kronjuwelen aufbewahrt wurden. Die Tür stand einen Spalt breit offen. Drinnen stand eine Gestalt vor der juwelenbesetzten Truhe, die goldene kaiserliche Krone spiegelte das Fackellicht wider. Matej trat vor, das Schwert erhoben. „Dreh dich um und stell dich mir, Feigling.“ Die Gestalt zögerte, dann drehte sie sich langsam und entfernte die Maske, die ihr Gesicht verhüllte. Keuchen füllte den Raum. Es war Lord Petr von Rožmberk. „Du?“ flüsterte Matej. Petrs Ausdruck blieb unheimlich ruhig. „Karlštejn verdient einen stärkeren Herrscher. Das Reich ist unter Karl IV. schwach.“ „Du meinst, du verdienst den Thron“, knurrte Matej. Petr grinste. „Vielleicht.“ Die Spannung brach. Petr stürzte sich vor, der Dolch blitzte auf. Matej begegnete ihm in der Mitte des Angriffs, ihre Klingen trafen aufeinander. Funken flogen, als Stahl auf Stahl schlug. Sie kämpften mit der Verzweiflung von Männern, die wussten, dass nur einer die Kammer lebend verlassen würde. Mit einem letzten Stoß traf Matejs Klinge ihr Ziel. Petr taumelte, Blut breitete sich über seine Tunika aus. Er sank auf die Knie, sein Atem schwer. „Du warst immer ein Narr“, flüsterte er, bevor er auf den steinernen Boden zusammenbrach. Der Verräter war tot. Bei Tagesanbruch war die Burg wieder still. In der großen Halle saß der Kaiser auf seinem Thron, müde aber entschlossen. „Lord Petr war mein vertrautester Berater“, sagte Karl IV. mit einer Stimme, die vor Trauer schwer war. „Sein Verrat verletzt mich mehr, als es jede Klinge je könnte.“ Matej kniete vor ihm. „Er versuchte, deinen Thron zu stürzen. Er hätte das Reich zerstört.“ Der Kaiser nickte feierlich. „Gerechtigkeit ist geübt. Und für deine unerschütterliche Loyalität wirst du belohnt.“ Der Hof murmelte zustimmend, als Karl IV. aufstand. „Ab diesem Tag soll Sir Matej als Wächter von Karlštejn bekannt sein.“ Der Titel war mehr als nur eine Ehre. Es war eine Bürde—ein Versprechen, dass Karlštejn niemals wieder Opfer von Verrat werden würde. Doch als Matej die große Halle überblickte, konnte er das Gefühl nicht abschütteln, dass ein weiterer Verrat am Horizont lauerte. Denn in Karlštejn verhallten die Echos des Betrugs nie ganz.Schatten in der Burg
Eine Warnung in der Dunkelheit
„Periculum“—Gefahr.
Die Maske der Täuschung
Die Nacht des Verrats
Das Urteil des Kaisers
Das Ende.