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Die Froomil-Legende
Anna ventures into the haunting Black Forest, guided by the glow of a talisman and the faint hope of uncovering the truth behind the Froomil legend.

Über die Geschichte: Die Froomil-Legende ist ein Legend aus germany, der im Medieval spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für Adults. Sie bietet Moral Einblicke. Der Mut einer Frau, sich einer Legende zu stellen und die Harmonie zwischen Menschheit und Natur wiederherzustellen.

Legenden haben die Neigung, Wahrheiten in Fantasie zu verwandeln. Im Dorf Kränzel, eingebettet an den Rändern des weitläufigen Schwarzwaldes, war die Legende vom Froomil gleichermaßen eine Warnung wie eine Geschichte. Eltern erzählten ihren Kindern, sie sollten nicht zu tief in den Wald wandern, damit sie die Schreie des Froomil nicht hören würden – ein klagender, knochenkühlender Klang, der Unheil verhieß. Sie berichteten von Jägern, die nie zurückkehrten, ihre Schreie im heulenden Wind verloren. Und doch war die Legende trotz all ihrer Furcht unvollständig.

Unter den Dorfbewohnern war niemand so fasziniert vom Froomil wie Anna Feldspar, eine junge Frau mit unerschütterlicher Neugier. Sie hatte sich schon immer für das Unbekannte interessiert, für Geschichten, die andere als bloßen Aberglauben abtaten. Annas Großmutter, Elsa, war die Hüterin dieser Erzählungen gewesen, ihre Stimme zitterte, als sie die Nacht erzählte, in der ihr eigener Vater behauptete, den Froomil gesehen zu haben – ein Wesen mit verzweigten Geweihen und Schuppen, die im Mondlicht wie flüssiges Gold glänzten.

Anders als die anderen, die den Wald mieden, fühlte Anna eine Ruf aus dem Wald, der sie dazu drängte, die Geheimnisse zu enthüllen, die in seinen Schatten verborgen waren.

Der Ruf des Waldes

Während des jährlichen Erntefestes begann Annas Reise. Der Dorfplatz war erfüllt von Lachen und Musik, Laternen warfen warme Glut auf die Kopfsteinpflasterstraßen. Anna schlenderte durch die Stände, ihre Gedanken schweiften zu den Geschichten, die sie gehört hatte. Sie blieb an einem Stand stehen, an dem ein alter Mann handgeschnitzte Talismane verkaufte, seine knorrigen Hände bewegten sich mit überraschender Anmut bei der Arbeit.

„Du hast von dem Wald geträumt“, sagte er, ohne aufzusehen.

Erschrocken erstarrte Anna. „Woher wissen Sie das?“

Der Mann sah sie schließlich an, seine Augen waren ein durchdringendes Grau. „Der Wald spricht zu denen, die zuhören“, sagte er kryptisch. Unter der Theke holte er eine kleine Schnitzerei hervor – eine Darstellung des Froomil. Seine Augen, in Gold gemalt, schienen im Laternenlicht zu leuchten.

„Dies wird dich führen“, sagte der Mann und drückte es in ihre Hand.

Anna wollte mehr fragen, doch der Mann wandte sich ab und konzentrierte sich wieder auf seine Arbeit.

In dieser Nacht lag Anna wach, der Talisman fest in ihrer Hand. Der Wald zeichnete sich draußen vor ihrem Fenster ab, seine Silhouetten verschoben sich im Mondlicht. Unfähig, dem Widerstand standzuhalten, stand sie auf und zog sich an, ihre Laterne war die einzige Lichtquelle, als sie in den Wald schlich.

In die Tiefen

Der Wald war lebendig mit Geräuschen – das Rascheln der Blätter, das Zirpen der Grillen, das gelegentliche Huhuen einer Eule. Doch je tiefer Anna vordrang, desto mehr verstummten die Geräusche und wurden durch eine unheimliche Stille ersetzt. Die Bäume wurden dichter, ihre verdrehten Äste bildeten ein Blätterdach, das das Mondlicht blockierte.

Annas Laterne flackerte, ihr Licht drang kaum in die Dunkelheit vor. Sie hielt den Talisman fest umklammert, dessen Oberfläche warm gegen ihre Haut drückte. Die Luft wurde dichter, erfüllt vom Duft feuchten Erdreichs und Mooses.

Schließlich stieß sie auf eine Lichtung, die in einem ätherischen Schein badete. In ihrer Mitte stand ein Monolith, dessen Oberfläche mit Runen versehen war, die schwach pulsierten. Als Anna näher trat, erzitterte der Boden unter einem tiefen Grollen.

Aus den Schatten trat der Froomil hervor. Seine Geweihe funkelten wie Feuer, sein Körper war eine schlangenartige Mischung aus Fell und Schuppen. Seine goldenen Augen fixierten Anna und erstarrten sie.

„Warum bist du hierhergekommen?“ hallte eine Stimme wider, obwohl sich der Mund des Wesens nicht bewegte.

Anna schluckte ihre Angst herunter. „Ich möchte die Wahrheit über dich und den Wald erfahren“, sagte sie.

Der Froomil umkreiste sie, seine Bewegungen anmutig und zugleich räuberisch. „Wahrheit hat ihren Preis“, sagte er. „Wirst du ihn bezahlen?“

Anna zögerte, nickte aber.

Der Pakt

Der Froomil senkte seinen Kopf und berührte Annas Stirn mit seinen Geweihen. Eine Welle von Energie durchströmte sie, und plötzlich befand sie sich nicht mehr auf der Lichtung. Visionen fluteten ihren Geist – von einer Zeit, als der Wald unter der Wächterschaft des Froomil gedieh, seine Magie in perfekter Harmonie mit den Menschen, die am Rande lebten.

Doch Gier hatte sich in die Herzen der Menschen geschlichen. Sie hatten zu viel genommen, Bäume gefällt und die Flüsse ausgetrocknet, das Gleichgewicht gestört. In seinem Schmerz hatte der Froomil einen Fluch entfesselt, der den Wald in ein Labyrinth des Schreckens verwandelte, um das verbleibende zu schützen.

„Du musst das Wiederherstellen, was gebrochen wurde“, sagte der Froomil, seine Stimme nun sanfter. „Drei Prüfungen erwarten dich. Wenn du Erfolg hast, kehrt das Gleichgewicht zurück. Scheiterst du, wird dein Dorf das Schicksal des Waldes teilen.“

Annas Entschlossenheit verstärkte sich. „Was sind die Prüfungen?“

Die Augen des Froomil funkelten. „Du wirst es sehen.“

Die Prüfungen

Die erste Prüfung führte Anna zum Rand eines tosenden Wasserfalls. Versteckt unter dem Strudel befand sich ein heiliger Stein, das Herz von Aesir, bewacht von einer massiven Schlange. Anna beobachtete das Wesen aus der Ferne und studierte seine Bewegungen. Mit ihrer Beweglichkeit und dem Talisman zum Schutz lockte sie die Schlange weg und tauchte in das eiskalte Wasser, um den Stein zu bergen.

Die zweite Prüfung führte sie zu einer Lichtung, wo zwei kriegführende Waldgeister das Land in eine trostlose Einöde verwandelt hatten. Die Geister, einst Beschützer des Waldes, waren durch die Gier der Menschen in Hass getrieben worden. Anna näherte sich ihnen vorsichtig und bot das Herz von Aesir als Symbol des Friedens an. Durch Empathie und Verhandlung gelang es ihr, sie dazu zu bewegen, ihre Groll niederzulegen, und das Leben kehrte in die Lichtung zurück.

Die letzte Prüfung war die herausforderndste. Der Froomil leitete Anna zur Höhle der Flüstern, einem Ort, der die Ängste und Reue derjenigen manifestierte, die ihn betraten. Die Dunkelheit schien lebendig, verwandelte sich in Formen, die sie mit Visionen von Scheitern und Verzweiflung verspotteten. Doch Anna, gestärkt durch ihre Verbindung zum Wald, drang weiter vor.

Ein neuer Morgen

Als Anna aus der Höhle trat, trug sie nicht nur den Segen des Waldes, sondern auch ein tiefes Verständnis für dessen Schmerz und Widerstandskraft. Sie kehrte zum Froomil zurück, präsentierte das Herz von Aesir und erzählte von ihrer Reise.

Der Froomil betrachtete sie mit einer Mischung aus Stolz und Traurigkeit. „Du hast gut gehandelt“, sagte er. „Das Gleichgewicht ist wiederhergestellt, aber erinnere dich, es ist zerbrechlich. Schütze es.“

Als der Fluch sich auflöste, schien der Wald zu erwachen. Bäume gediehen, Flüsse flossen frei und die Luft war erfüllt vom Gesang der Vögel. Das Dorf Kränzel blühte auf, die Menschen lernten, in Harmonie mit dem Wald zu leben.

Anna wurde zur Legende, ihr Name wurde ehrfurchtsvoll gesprochen. Doch sie kehrte oft in den Wald zurück, nicht als Eroberin, sondern als seine Verbündete, in dem Wissen, dass die wachsamen Augen des Froomil immer über ihr wachten.

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