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Die ewige Schneemädchen von Bern
In the heart of medieval Bern, Switzerland, winter cloaks the city in silence. A noble estate glows warmly in the distance, while a mysterious figure drifts through the falling snow—a whisper of a legend long told.

Über die Geschichte: Die ewige Schneemädchen von Bern ist ein Legend aus switzerland, der im Medieval spielt. Diese Poetic Erzählung erforscht Themen wie Romance und ist geeignet für Adults. Sie bietet Cultural Einblicke. Eine Frau, vom Winter verschlungen, eine Legende, die in der Zeit gefroren ist – wagst du es, die Schneefrau von Bern zu suchen?.

Im Herzen der Schweiz, eingebettet zwischen den Armen des Flusses Aare, liegt die alte Stadt Bern, wo die Winter das Land in einem ewigen weißen Schweigen umarmen. Dort, zwischen Kopfsteinpflasterstraßen und alten Steinbrücken, lebt eine Legende weiter – die Geschichte von Isolde von Gravenstein, der Ewig-Schneemädchen.

Ihr Name wird im kalten Atem der Berge geflüstert, ihre Präsenz spürbar in den Schatten fallender Schneeflocken. Manche nennen sie einen Geist, andere ein Gespenst, doch die Ältesten von Bern sprechen von ihr als etwas viel Unheimlicheres – einer Frau, die dem Schicksal trotzte und vom Winter selbst verschlungen wurde.

Jedes Jahr, wenn der erste Schnee auf die Stadt fällt, behaupten Reisende, eine Gestalt am Rande der frostigen Wälder zu sehen. Manche sagen, sie wartet, andere meinen, sie suche. Aber alle sind sich eines einig:

Sie ist real.

Der Winterball des Hauses Gravenstein

Das Jahr war 1487, und die großen Säle des Hauses Gravenstein funkelten im Kerzenlicht, mit Silber und Wein geschmückt.

Die Luft war erfüllt von Lachen und Musik, als die Adligen von Bern sich zum jährlichen Winterball versammelten, einer Feier von Reichtum, Macht und Politik, verborgen hinter Seidenkleidern und vergoldeten Masken. Herren und Damen wirbelten über die Marmorböden, ihre Flüstereien im Klang der walzernden Geigen untergegangen.

Unter ihnen stand Isolde von Gravenstein, die einzige Tochter von Herzog Albrecht von Gravenstein – eine Frau von seltener und zarter Schönheit. Ihre Anwesenheit zog alle Blicke auf sich, ihr blasses Kleid fing das Licht ein, als wäre es aus dem Schnee selbst gewebt. Doch unter ihrem gefassten Lächeln verbarg sich ein Sturm aus Trauer.

Sie gehörte nicht mehr hierher.

In jener Nacht hatte ihr Vater seine große Ankündigung gemacht – sie sollte Lord Frederick von Solm heiraten, einen Adligen aus Zürich mit Reichtum, Ehrgeiz und einem Herzen so kalt wie das Eis der Aare.

Isolde hatte gelächelt, sich verbeugt und die perfekte Tochter gespielt. Aber ihr Herz gehörte nicht ihr. Es gehörte bereits einem anderen – Elias, dem Gelehrten.

Während die Adligen tranken und tanzten, schlich Isolde sich in die Korridore des Familienanwesens, ihr Atem schnell vor Erwartung. In der bitteren Kälte der Nacht hatte sie ihre Entscheidung getroffen.

Sie würde fliehen.

Weit weg von der Last des adligen Pflichtgefühls. In die Arme des Mannes, den sie liebte.

Sie wusste nur nicht, dass sie in eine Tragödie lief.

Ein prächtiger Winterball auf einem edlen Anwesen, wo elegant gekleidete Adelige tanzen, während Isolde von Gravenstein abseits steht und in Gedanken versunken ist.
Der große Winterball im Haus Gravenstein erstrahlt in prunkvollem Licht durch goldene Kronleuchter und sich drehende Kleider. Doch Isolde von Gravenstein hebt sich von der Menge ab – ihr Herz ist schwer, belastet von der Liebe, die sie hinter sich lassen muss.

Der Verrat unter dem Schnee

Der Innenhof war still, abgesehen vom Wind, der durch die mit Frost bedeckten Bäume flüsterte.

Isolde zog ihren Umhang enger um die Schultern, der Schnee knackte leise unter ihren Schritten, als sie die versteckten Gartenpfade entlangging. Ihr Herz klopfte in ihrer Brust. Sie hatte zugestimmt, Elias am gefrorenen Flussufer zu treffen, wo ein Pferd wartete, um sie weit weg von Bern – zur Freiheit, zur Liebe, ins Unbekannte – zu bringen.

Doch als sie die Lichtung erreichte, wusste sie, dass etwas schrecklich schief war.

Der Schnee vor ihr war rot befleckt.

Und dort lag Elias in der Kälte. Sein Körper war still, seine Augen starrten leer auf die fallenden Schneeflocken, sein Blut malte die Flocken um ihn herum in grausamem Kontrast.

„Nein…“ Das Flüstern verließ kaum ihre Lippen, bevor sich ein Schatten hinter ihr bewegte.

Sie drehte sich abrupt um.

Lord Frederick von Solm stand direkt hinter den Bäumen, ein Schwert in der Hand, dessen Klinge frischblutig glänzte.

„Würdest du mich für einen Mann von Dreck beschämen?“ Seine Stimme war ruhig, aber seine Augen brannten vor Wut. „Du solltest meine Ehefrau werden, und du dachtest, du könntest fliehen?“

Isoldes Atem kam keuchend, ihre ganze Welt entfaltete sich um sie herum.

„Du…“ Sie erstickte, kaum in der Lage, Worte zu formen. „Du hast ihn ermordet.“

Frederick machte einen langsamen Schritt vorwärts, der Schnee knackte unter seinen Stiefeln.

„Nein“, sagte er. „Ich habe einen Fehler korrigiert.“

Isolde fühlte, wie etwas in ihr zerbrach. Eine kalte Raserei stieg in ihrer Brust auf, eine Trauer so verzehrend, dass sie alle Angst hinwegfegte. Sie fiel zu ihren Knien neben Elias, wiegte seinen leblosen Körper und drückte ihre Stirn an seine.

Und dann änderte sich der Wind.

Die Bäume beginnten zu zittern, ihre Äste schüttelten sich unter der Kraft einer unsichtbaren Macht. Schnee hob sich vom Boden und wirbelte wie ein Sturm, der seit Jahrhunderten darauf gewartet hatte, entfesselt zu werden.

Frederick trat einen Schritt zurück. „Was ist das—?“

Die Luft knackte mit etwas Altem. Etwas, das nicht von dieser Welt war.

Isolde hob den Kopf. Ihre Haut war blass geworden, fast durchsichtig, als ob der ganze Winter in ihre Knochen eingedrungen wäre. Ihre Augen – einst voller Wärme – waren jetzt glazial, leuchteten mit etwas Ewigen.

Frederick stolperte, Panik blitzte über sein Gesicht.

„Nein“, hauchte er.

Isolde erhob sich, der Wind wirbelte um sie herum. Der Schneesturm beugte sich ihrem Willen, flüsterte Geheimnisse, die nur sie verstehen konnte.

Frederick wandte sich zum Laufen.

Doch der Winter hatte ihn bereits beansprucht.

Der Schnee verschlang seinen Schrei.

Isolde von Gravenstein kniet im Schnee und hält den leblosen Körper von Elias in ihren Armen, während Lord Frederick von Solm hinter ihr mit einem blutigen Schwert steht.
Unter dem gefrorenen Mondlicht wiegt Isolde Elias' leblosen Körper in ihren Armen, während ihr Kummer sich in etwas weit Mächtigeres verwandelt. Hinter ihr steht Lord Frederick von Solm und beobachtet die Szene, sein Schwert noch feucht von Verrat. Der Sturm beginnt sich zu regen.

Die Legende nimmt Wurzeln

Als der Sturm nachließ, war Isolde verschwunden.

Fredericks Körper wurde nie gefunden. Die einzige Spur von ihm waren Fußabdrücke, die in den Schnee führten – Spuren, die verschwanden, bevor sie den Waldrand erreichten.

Am nächsten Morgen sprachen die Bediensteten des Hauses Gravenstein in ängstlichem Flüstern. Einige behaupteten, Isolde sei im Sturm gestorben, von Trauer mitgerissen. Andere glaubten an etwas viel Unheimlicheres – dass der Sturm zu ihr geworden sei, dass sie selbst der Schnee geworden sei.

Und so begann die Legende.

Es wurde gesagt, dass man an den kältesten Nächten den Geist von Isolde am Stadtrand von Bern sehen könne, ihre Präsenz markiert durch plötzliche Windböen und das unerklärliche Gefühl, beobachtet zu werden.

Reisende flüsterten von einer ätherischen Frau, die erschien, um die Verlorenen zu führen – oder in einigen Fällen, um sie tiefer in den Schnee zu locken, niemals wieder gesehen zu werden.

Die Stadt Bern hatte viele Mythen, aber keinen so unheimlichen wie das Schneemädchen, das nie wirklich starb.

Ein Besucher im Schnee

Jahrhunderte vergingen.

Bis 1923 betrachteten die meisten die Legende als Aberglauben, als Märchen für kalte Nächte.

Aber nicht Jonas Meier.

Ein junger Historiker, besessen von den ältesten Mythen der Schweiz, kam nach Bern, fest entschlossen zu beweisen, dass die Geschichte des Schneemädchens mehr als nur ein Märchen war. Er durchforstete Archive, verfolgte vergessene Briefe und interviewte Dorfbewohner, die noch immer schworen, sie gesehen zu haben.

Und dann, eines Nachts, tief in den Wäldern außerhalb von Bern – tat er es.

Sie stand dort, zwischen den Bäumen, badet im Mondlicht.

Eine Frau in Weiß gekleidet, unberührt von der Kälte, ihr silbernes Haar schimmerte wie gefrorene Seide.

Jonas machte einen Schritt näher, sein Atem bildete Nebel in der Luft.

„Isolde…“ flüsterte er.

Sie neigte den Kopf. Ihre Lippen öffneten sich, aber kein Laut kam heraus. Nur der Wind.

Jonas kehrte von dieser Reise nie zurück.

Sein Notizbuch wurde im Frost begraben gefunden, enthielt nur einen einzigen Satz:

*„Sie ist real. Und sie wartet.“*

Die geisterhafte Gestalt von Isolde von Gravenstein, nun die Schneemädchen, steht in einem wütenden Schneesturm, ihre leuchtenden Augen sind von Traurigkeit erfüllt.
Im Herzen eines tobenden Schneesturms wird Isolde von Gravenstein zur Legende selbst – zur Schneemädchen von Bern. Ihr Kummer hallt im Wind wider, während die eisige Welt sich ihrer Präsenz fügt und ihr Schicksal im ewigen Frost besiegelt.

Der Ewige Wächter

Man sagt, wenn du auf der Nydeggbrücke beim ersten Schneefall des Winters stehst, kannst du sie sehen.

Eine einsame Gestalt, die aus der fernen weißen Weite beobachtet, ihre Präsenz nichts weiter als ein Schauer auf deiner Haut.

Vielleicht wartet sie auf etwas.

Vielleicht wählt sie aus, wen sie in die Kälte ruft.

Oder vielleicht, nur vielleicht –

Das Schneemädchen von Bern ist nicht mehr so allein, wie sie einst war.

Der Historiker Jonas Meier steht in einem gefrorenen Wald und blickt ehrfurchtsvoll auf die märchenhafte Gestalt der Schneemädchen, die ihn schweigend beobachtet.
In der modernen Ära begibt sich der Historiker Jonas Meier tief in den schneebedeckten Wald nahe Bern, nur um festzustellen, dass die Legende auf ihn wartet. Isolde von Gravenstein, die Ewige Schneefrau, steht bewegungslos im Frost und sein Blick trifft auf ihren eindringlichen Ausdruck.

Epilog: Ein Flüstern im Wind

Das nächste Mal, wenn der Schnee fällt, höre genau hin.

Im Schweigen des Winterwinds, wenn du genau genug zuhörst –

Könntest du vielleicht hören, wie sie dich deinen Namen ruft.

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