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Über die Geschichte: Die zwei Freunde und der Bär ist ein Fable aus iran, der im Ancient spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Friendship und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Moral Einblicke. Eine fesselnde Fabel, die die wahre Bedeutung von Freundschaft und den Mut, den sie erfordert, erkundet.
**Die zwei Freunde und der Bär**
Es war einmal in einem dichten Wald, der vor Wildleben nur so wimmelte, als machten sich zwei Freunde, Abbas und Karim, auf eine Reise. Sie waren enge Gefährten, hatten unzählige Abenteuer und Momente der Kameradschaft geteilt. Ihre Verbindung galt für alle, die sie kannten, als unzerbrechlich.
Eines Tages beschlossen sie, einen Teil des Waldes zu erkunden, der ihnen unbekannt war. Dieses Gebiet sollte wild und gefährlich sein, voller unbekannter Kreaturen und unvorhersehbarer Herausforderungen. Trotz der Warnungen der Dorfbewohner vertrauten Abbas und Karim auf ihre Fähigkeiten und die Stärke ihrer Freundschaft.
Sie machten sich früh am Morgen auf den Weg, ausgerüstet nur mit einem kleinen Proviantbeutel und einer gemeinsamen Aufregung. Der Wald war bezaubernd, das Sonnenlicht filterte durch das dichte Blätterdach und warf einen goldenen Schimmer auf den Waldboden. Sie wanderten stundenlang, ihre Gespräche waren voller Lachen und Geschichten ihrer vergangenen Eskapaden.
Als die Sonne ihren Zenit erreichte, beschlossen sie, eine Pause einzulegen. Sie fanden eine Lichtung in der Nähe eines kleinen Baches, perfekt für eine schnelle Mahlzeit und etwas Entspannung. Nach dem Essen legte sich Abbas auf ein weiches Stück Gras und schloss die Augen. Karim hingegen wanderte umher, fasziniert von der Flora und Fauna dieses unerforschten Teils des Waldes.
Plötzlich wurde die friedliche Atmosphäre von einem lauten Knurren durchbrochen. Abbas und Karim blickten panisch um sich, ihre Herzen pochten in ihren Brustkörben. Aus dem dichten Unterholz trat ein massiver Bär hervor, dessen Augen fest auf die beiden Freunde gerichtet waren. Die Anwesenheit des Bären war bedrohlich, und es war klar, dass er nicht glücklich war, sie zu sehen.
Karim, in einem Zustand der Angst, bewertete schnell die Situation. Ohne zu zögern rannte er zum nächstgelegenen Baum und kletterte hinauf, in der Hoffnung, dass der Bär nicht folgen würde. Abbas, noch immer geschockt, blieb wie versteinert stehen und sah zu, wie sein Freund ihn im Stich ließ. Der Bär näherte sich Abbas, der erkannte, dass er keine Zeit hatte zu entkommen.
Mit rasendem Kopf erinnerte sich Abbas an einen Ratschlag, den er vor langer Zeit gehört hatte: Wenn man von einem Bären konfrontiert wird, ist es am besten, tot zu spielen. Er atmete tief ein und fiel zu Boden, so still wie möglich liegend. Der Bär erreichte ihn und begann um ihn herum zu schnüffeln, sein heißer Atem strich über Abbas' Gesicht. Er konnte die feuchte Nase des Bären spüren und seine tiefen, grollenden Knurren hören.

Nach dem, was wie eine Ewigkeit schien, verlor der Bär das Interesse an Abbas und, überzeugt davon, dass er keine Bedrohung darstellte, stapfte er in den Wald zurück. Abbas blieb regungslos liegen, bis er sicher war, dass der Bär weg war. Dann öffnete er langsam seine Augen und setzte sich auf, sein Körper zitterte vor Angst und Erleichterung.
Karim, der vom sicheren Baum aus zugesehen hatte, kletterte hinunter und näherte sich Abbas. Er versuchte, seine Schuld mit Besorgnis zu verbergen, aber seine Augen verrieten ihn. "Geht es dir gut?" fragte er mit zitternder Stimme.
Abbas sah seinen Freund an, eine Mischung aus Emotionen wirbelte in ihm. Er nickte langsam, ohne sich zu trauen zu sprechen. Karim half ihm auf die Beine, und sie begannen den Rückweg zum Dorf, wobei das Ereignis einen schweren Schatten über ihre Reise warf.
Während sie schweigend gingen, war Abbas' Geist mit Gedanken über das, was gerade passiert war, erfüllt. Er hatte immer an ihre Freundschaft geglaubt, aber Karims Verhalten hatte diesen Glauben zutiefst erschüttert. Er konnte nicht verstehen, wie sein Freund ihn in einer solch verzweifelten Situation im Stich lassen konnte.

Als sie endlich das Dorf erreichten, war Abbas erschöpft, sowohl körperlich als auch emotional. Er verabschiedete sich kurz von Karim und ging nach Hause, wo er erschöpft ins Bett fiel. Die Ereignisse des Tages spielten sich in seinem Kopf immer wieder ab, und der Schlaf ließ auf sich warten.
Am nächsten Tag entschied sich Abbas, sich seinem Vater anzuvertrauen, einem weisen Mann, der ihm immer guten Rat gegeben hatte. Er erzählte die ganze Geschichte, vom Aufbruch bis zur erschreckenden Begegnung mit dem Bären. Sein Vater hörte geduldig zu und nickte gelegentlich.
Als Abbas fertig war, sprach sein Vater: "Mein Sohn, ein wahrer Freund ist jemand, der in Zeiten der Not zu dir steht, nicht jemand, der dich beim ersten Anzeichen von Gefahr verlässt. Karim zeigte seine wahren Farben, als er weglief. Denk daran, Taten sagen mehr als Worte."
Abbas nickte, die Worte seines Vaters sanken tief in ihm ein. Er erkannte, dass der Bär nicht nur seinen Mut auf die Probe gestellt hatte, sondern auch die wahre Natur seiner Freundschaft mit Karim offenbarte. Es war eine schmerzhafte Lektion, aber eine, die er lernen musste.

Tage vergingen zu Wochen, und das Leben im Dorf ging weiter. Abbas und Karim sahen sich immer noch, aber ihre Freundschaft war nie mehr dieselbe. Die Bindung, die sie einst teilten, war unwiderruflich beschädigt worden. Abbas wusste, dass er Karim nie wieder voll vertrauen konnte.
Eines Abends, als Abbas am Fluss saß und über die vergangenen Wochen nachdachte, hörte er Schritte hinter sich. Er drehte sich um und sah Karim kommen, einen entschlossenen Blick im Gesicht. Karim setzte sich neben Abbas, und einen Moment lang sagte keiner von beiden ein Wort.
Endlich brach Karim das Schweigen: "Abbas, ich schulde dir eine Entschuldigung. Ich habe aus Angst und Egoismus gehandelt und dich im Stich gelassen, als du mich am meisten brauchtest. Ich erwarte nicht, dass du mir vergibst, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich meine Handlungen zutiefst bereue."
Abbas sah seinen Freund an und sah die Aufrichtigkeit in seinen Augen. Er atmete tief ein und sprach: "Karim, ich schätze deine Entschuldigung, aber Vertrauen ist nichts, das sich leicht wiederherstellen lässt. Was an jenem Tag passiert ist, hat Dinge zwischen uns verändert. Ich brauche Zeit, um zu heilen und alles zu verarbeiten."
Karim nickte, Tränen stiegen ihm in die Augen. "Ich verstehe, Abbas. Ich werde dir die Zeit geben, die du brauchst. Ich hoffe nur, dass du eines Tages wieder sehen kannst, dass ich dein Freund bin."
Abbas nickte, und sie saßen schweigend da, das sanfte Rauschen des Flusses neben ihnen. In diesem Moment verstanden beide, dass Vergebung zwar mit der Zeit kommen könnte, aber die wahre Prüfung der Freundschaft in den Taten lag, nicht in den Worten.

Mit der Zeit trennten sich die Wege von Abbas und Karim. Sie blieben höflich, aber distanziert und gingen ihre eigenen Wege. Abbas fand neue Freunde, die ihre Loyalität und Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Er vergaß nie die Lektion, die er im Wald gelernt hatte: Wahre Freundschaft wird in Zeiten der Not getestet.
Karim hingegen verbrachte lange Zeit damit, über seine Handlungen und die Bedeutung wahrer Freundschaft nachzudenken. Er arbeitete hart daran, ein besserer Mensch zu werden, jemand, auf den man sich verlassen konnte. Obwohl er und Abbas ihre frühere Nähe nie wiedererlangten, trug Karim die Erinnerung an ihr Abenteuer und die daraus gezogenen Lehren stets in sich.
Am Ende wurde die Geschichte von Abbas und Karim im Dorf zu einer warnenden Erzählung, einer Erinnerung an die wahre Bedeutung von Freundschaft. Sie lehrte alle, dass ein Freund in der Not ein wahrer Freund ist und dass die Bande wahrer Freundschaft im Feuer der Widrigkeiten geschmiedet werden.
Jahre später, als alter Mann, saß Abbas oft am Fluss und beobachtete, wie das Wasser floss, und dachte über sein Leben und die Freunde nach, die gekommen und gegangen waren. Er schätzte die wahren Freunde, die er gefunden hatte, diejenigen, die in guten wie in schlechten Zeiten zu ihm standen. Und wann immer er an Karim dachte, verspürte er Dankbarkeit für die Lektion, die sein Verständnis von Freundschaft geprägt hatte.
Der Wald, mit seiner wilden Schönheit und seinen verborgenen Gefahren, blieb ein Symbol für die Prüfungen und Schwierigkeiten, die die Stärke von Beziehungen auf die Probe stellen. Und die Geschichte der zwei Freunde und des Bären lebte weiter, von Generation zu Generation weitergegeben, und lehrte Jung und Alt gleichermaßen den Wert wahrer Freundschaft und den Mut, zu denen zu stehen, die uns am Herzen liegen, selbst angesichts von Gefahr.