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Über die Geschichte: Die verborgene Stadt der Kimbundu ist ein Historical Fiction aus angola, der im Ancient spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Perseverance und ist geeignet für Adults. Sie bietet Historical Einblicke. Eine legendäre Stadt, verloren im angolanischen Dschungel, ein uraltes Geheimnis, das darauf wartet, enthüllt zu werden.
Seit Jahrhunderten flüstern Legenden tief im Herzen Angolas von einer verlorenen Zivilisation, die im dichten, ungezähmten Dschungel verborgen liegt. Eine Stadt aus Stein und Weisheit, in die die letzten großen Herrscher des Kimbundu-Volkes flohen, um der Zerstörung durch die Kolonialisierung zu entkommen. Viele halten sie für einen Mythos, eine Gute-Nacht-Geschichte, die von den Dorfältesten erzählt wird. Andere hingegen schwören auf ihre Existenz. Sie sprechen von seltsamen Lichtern, die nachts im Dschungel flackern, von Stimmen, die aus unsichtbaren Orten rufen, und von Entdeckern, die spurlos verschwanden, während sie nach der Stadt suchten.
Für Ivo Matamba, einen jungen angolanischen Archäologen, war diese Legende mehr als nur Folklore – sie war ein historisches Rätsel, das es zu lösen galt. Anders als viele seiner Kollegen hatte er seine Karriere damit verbracht, die mündlichen Überlieferungen des Kimbundu-Volkes zu studieren und nach Mustern sowie versteckten Hinweisen in deren Geschichten zu suchen. Und nun, nach Jahren voller Sackgassen und Frustration, hatte er endlich den Durchbruch gefunden, den er brauchte.
Ein altes koloniales Manuskript war in Luanda aufgetaucht, versteckt in einer vergessenen Ecke der Nationalarchive. Es war in Portugiesisch und einem unbekannten bantuischen Dialekt verfasst und beschrieb die Erlebnisse von Domingos de Sequeira, einem Entdecker des 17. Jahrhunderts, der behauptete, die Stadt gesehen zu haben, bevor sie in einem mysteriösen Nebel verschwand.
_"Die großen Steinmauern erhoben sich aus dem Dschungel wie die Knochen von Riesen, ihre Oberflächen mit Symbolen verziert, die unseren Gelehrten unbekannt waren. Die Menschen sprachen in Zungen, die meinen Ohren fremd waren, ihre Augen leuchteten mit dem Licht der Ahnenweisheit. Doch so plötzlich wie wir sie erblickt hatten, war die Stadt verschwunden. Ein großer Nebel umhüllte das Land, und als er sich lichtete, war nichts mehr da."_
Ivos Hände zitterten, als er die Passage erneut las. Das war nicht einfach ein weiteres Mythos – es war ein Augenzeugenbericht. Eine schriftliche Aufzeichnung, dass die Stadt gesehen und dann... verloren gegangen war.
Er wusste, was zu tun war.
Die Expedition war beschlossen. Ivo hatte ein kleines, aber erfahrenes Team zusammengestellt: - Maria Dala, eine Linguistin und Expertin für alte bantuische Sprachen. - Rui Kasoma, ein erfahrener Pfadfinder, der den Dschungel besser kannte als jeder andere. - Miguel Chivambo, ein Historiker, der sich auf vor-koloniale angolanische Zivilisationen spezialisiert hatte. - Zé Coelho, ein alter portugiesischer Fotograf, der Jahrzehnte damit verbracht hatte, verlorene afrikanische Kulturen zu dokumentieren. Ihr Plan war es, den Beschreibungen im Manuskript von Sequeira zu folgen, die auf einen Ort tief im Regenwald hinwiesen, weit jenseits jeglicher moderner Siedlungen. Als sie aufbrachen, verwandelten sich die Straßen schnell in Dirt Trails, und selbst diese verschwanden bald. Der Dschungel schloss sich um sie herum – dicht, feucht und lebendig mit den Geräuschen unsichtbarer Kreaturen. „Dieser Ort ist unberührt“, murmelte Maria, während sie ihren Rucksack anpasste. „Es fühlt sich uralt an.“ Rui, der mit seiner Machete vorausging, nickte. „Die Leute kommen nicht hierher. Die Einheimischen sagen, es ist verflucht.“ Miguel spuckte aus. „Das sagen sie von jeder verlorenen Stadt. Nur um Fremde fernzuhalten.“ Doch je tiefer sie in den Dschungel vordrangen, desto stiller wurde selbst Miguel. Etwas lag in der Luft – etwas Schweres, das zusah. Drei Tage später fanden sie es. Der erste Hinweis darauf, dass sie nicht nur Geister jagten. Es war ein uralter monolithischer Stein, halb im Erdreich vergraben und mit Moos bedeckt. Ivo kniete nieder und bürstete den Schmutz weg, um die darunter liegenden Schnitzereien freizulegen. Sein Atem stockte. „Diese Symbole… Sie sind Kimbundu, aber älter“, sagte Maria und fuhr mit den Fingern über die Muster. „Das ist Jahrhunderte vor der Kolonialzeit.“ Miguel trat zurück und schaute sich um. „Wenn das hier ist… muss die Stadt in der Nähe sein.“ In dieser Nacht machten sie Lager in der Nähe des Steins. Doch Schlaf kam nicht leicht. Der Dschungel war zu still. Keine Vögel. Keine Insekten. Nur eine unheimliche Stille, als ob etwas – oder jemand – wartete. Bei Tagesanbruch führte Rui sie tiefer in den Dschungel. Das Gelände wurde rauer, die Bäume älter, ihre Wurzeln verdrängten sich wie Adern durch den Boden. Dann, gerade als die Hitze des Tages ihren Höhepunkt erreichte, sahen sie es. Das Steintor. Über ihnen rragend, mit Ranken überwuchert, war das Tor mit den seltsamen Symbolen versehen, die sie zuvor gesehen hatten. Doch diesmal waren es nicht nur zufällige Markierungen – sie erzählten eine Geschichte. Maria fuhr mit den Fingern über die Symbole, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Das ist eine Warnung.“ „Eine Warnung wovor?“ fragte Rui. Sie schluckte. „Es steht, dass jenseits dieses Tors das Reich der Nzimbu liegt, der Ahnengeister, die die Stadt vor Außenstehenden schützen.“ Ivo fröstelte. Doch es gab kein Zurück mehr. Mit gesammeltem Mut drückte er gegen die massive Steintür. Sie ächzte, als sie sich öffnete. Dahinter wartete die verlorene Stadt. Das Erste, was sie bemerkten, war die Stille. Kein Wind. Keine Vögel. Nur das Geräusch ihres eigenen Atems, das gegen die uralten Steinstrukturen hallte, die sie umgaben. Die Stadt war riesig. Steinstrassen erstreckten sich in alle Richtungen, gesäumt von hoch aufragenden Gebäuden, verziert mit kunstvollen Schnitzereien. Tempel, Häuser, Marktplätze – alles war noch da, eingefroren in der Zeit. Miguel schüttelte ungläubig den Kopf. „Das… das ist unmöglich.“ Maria studierte bereits die Wände. „Diese Schnitzereien… sie erzählen die Geschichte eines Volkes, das nie verschwunden ist. Sie haben sich versteckt. Absichtlich.“ Dann tauchten sie aus den Schatten auf. Die Wächter. Sie waren in dunkelblaue Roben gehüllt, ihre Gesichter hinter hölzernen Masken verborgen, verziert mit Gold und Elfenbein. Sie trugen Stäbe, die mit Symbolen der alten Götter geschnitzt waren, und ihre Augen – sanft leuchtend im schwachen Licht – schienen direkt in die Seelen der Eindringlinge zu blicken. Einer von ihnen trat vor. „Ihr seid gekommen, um das zu suchen, was verborgen war“, sagte er mit tiefer, bestimmender Stimme. „Aber Wissen wird nicht frei gegeben.“ Ivo holte tief Luft. „Wir wollen keinen Schaden anrichten. Wir möchten nur lernen.“ Der Wächter musterte ihn lange. Dann nickte er. „Dann müsst ihr euch als würdig erweisen.“ Die Wächter führten sie tief ins Herz der Stadt, wo eine riesige Kammer auf sie wartete. Die Wände waren gesäumt mit Schriftrollen, Artefakten und uralten Texten, die von der Zeit unberührt geblieben waren. „Das Wissen unserer Vorfahren ist hier“, sagte der ältere Wächter. „Doch um es zu nehmen, müsst ihr es verstehen.“ Sie erhielten eine Prüfung – die alten Texte entschlüsseln und beweisen, dass sie die alten Wege respektierten. Maria arbeitete unermüdlich und setzte die Sprache Stück für Stück zusammen, während Ivo und Miguel die Artefakte studierten. Nach scheinbar endlosen Stunden sprach Maria schließlich das letzte Wort eines alten Beschwörungsritus. Die Kammer bebte. Licht strömte aus den Symbolen. Die Wächter nickten. „Ihr habt bestanden.“ Im tiefsten Teil der Kammer fanden sie es. Ein Manuskript, das die vollständige Geschichte der Kimbundu erzählte – wie sie sich versteckt hatten, um ihre Kultur, ihr Sternenwissen, ihre Medizin, ihre Weisheit zu bewahren. Die Wächter verbeugten sich. „Die Welt hat uns vergessen. Aber jetzt werdet ihr uns erinnern.“ Zurück in Luanda stand Ivo vor einer Menge von Gelehrten, Journalisten und Historikern. Er hob das alte Manuskript hoch. „Dies“, sagte er, „ist die Wahrheit unserer Vorfahren.“ Die Stadt war jahrhundertelang verborgen gewesen. Doch jetzt würde ihre Geschichte niemals wieder verloren gehen.Eine Reise ins Unbekannte
Zeichen der Vergangenheit
Die enthüllte Stadt
Die Stadt der Geister
Die Wächter von Kimbundu
Die Prüfung der Wahrheit
Das Geschenk der Kimbundu
Epilog: Ein wiederhergestelltes Erbe