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Über die Geschichte: Die Reise des Bran ist ein Myth aus ireland, der im Ancient spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Cultural Einblicke. Eine keltische Legende von Mut, Verzauberung und der Suche nach der wahren Bedeutung von Zuhause.
In den üppigen Landschaften des alten Irlands, wo jeder Hügel und jede Senke von Legenden lebte, wohnte Bran mac Febail. Bran, ein renommierter Häuptling, war sowohl Krieger als auch Dichter, sein Name hallte über die grünen Inseln wider. Dennoch war selbst ein Mann seines Ansehens nicht auf das Schicksal vorbereitet, das ihn erwartete – eine Reise in die Andere Welt, ein Reich, das in Geschichten am Kaminfeuer geflüstert, aber selten gesehen wurde.
Dies ist seine Geschichte, eine Erzählung von Wundern, Sehnsüchten und der ewigen Anziehungskraft des Geheimnisvollen. Sie beginnt nicht mit Krieg oder Eroberung, sondern mit den sanftesten Klängen: einem Lied, das vom Wind getragen wurde, so zart wie der Morgentau.
An einem stillen Morgen im frühen Frühling machte sich Bran allein auf den Weg, um seine Gedanken zu klären. Die Luft war erfüllt von dem erdigen Duft frisch gesprossenen Grases, und das Licht der Morgendämmerung schimmerte wie flüssiges Gold auf den Hügeln. Während Bran wandelte, vernahm er ein Geräusch, das schien, als stamme es aus der Erde selbst – eine Melodie so eindringlich und rein, dass sie die Vernunft zu umgehen schien und direkt seine Seele ansprach. Er folgte dem Lied, bis er zu einer großen Weißdornhecke kam, uralt und knorrig, die einsam oben auf einem Hügel stand. Unter ihren Zweigen, die mit Blüten gekrönt waren, die so blass wie Mondlicht waren, lag ein Silberzweig, geschmückt mit Blumen von jenseitiger Vollkommenheit. Als Bran den Zweig hob, trat eine Gestalt aus der Luft heraus – eine Frau von atemberaubender Schönheit, ihr goldenes Haar fiel wie Sonnenlicht über ihre Schultern. „Bran mac Febail“, sagte sie, ihre Stimme wie die Melodie, die ihn geführt hatte. „Ich bin eine Botenfrau aus Emain Ablach, der Insel der Frauen. Ich bringe dir eine Einladung in die Andere Welt – ein Land, wo Kummer nicht folgen kann, wo die Zeit nur ein Flüstern im Wind ist. Nimm diesen Zweig als Zeichen deiner Durchreise.“ Bevor Bran sie nach ihrem Namen oder dem Grund fragen konnte, verschwand sie wie ein Nebelschleier und ließ nur den Silberzweig in seinen Händen zurück. Er stand wie verzaubert da, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, das Gewicht des Schicksals auf seinen Schultern lastend. Am Abend kehrte Bran in seine Halle zurück, den Silberzweig immer noch in der Hand. Er rief seine engsten Freunde und Verwandten zusammen, um die seltsame Begegnung zu berichten. Unter denen, die seinem Ruf folgten, waren Conall, sein treuester Gefährte; Dara, der scharfsinnige Dichter, dessen Verse Armeen bewegen konnten; und Niam, sein Schwager, ein Mann von unbeirrbarem Mut. „Ich muss gehen“, erklärte Bran, seine Stimme fest entschlossen. „Dieser Zweig ist kein bloßes Schmuckstück. Es ist ein Ruf, und ich möchte die Andere Welt mit eigenen Augen sehen.“ Die Halle summte vor gemurmelten Gesprächen, einige aus Angst, andere aus Aufregung. Am Ende meldeten sich dreißig Männer freiwillig, Bran durch seinen unbeirrbaren Willen und die Verlockung des Unbekannten angezogen. In den folgenden Wochen bauten sie ein Schiff, das der Reise würdig war. Ihr Rumpf war aus Eiche, verstärkt mit Eisenbändern, und die Segel waren aus dem feinsten Flachs gewoben. Der Silberzweig wurde am Bug montiert und glänzte wie ein Leuchtfeuer. Als der Morgen ihrer Abreise kam, säumten die Ufer die Dorfbewohner, ihre Gesichter eine Mischung aus Ehrfurcht und Trauer. Das Schiff schneidete durch die Wellen wie ein Pfeil, der Horizont erstreckte sich endlos vor ihnen. Nach Tagen auf offenem Wasser, mit nur den Sternen als Wegweiser, entdeckte die Crew eine Insel, die wie eine Fata Morgana schimmerte. Als sie näher kamen, erfüllte die Luft das Lachen – ein freudiger Klang, der das Gewicht aus ihren Herzen zu heben schien. Das Ufer war ein Farbenmeer, mit Blumen, die in unmöglichen Farbtönen blühten, und die Menschen, die sie begrüßten, strahlten Glück aus. Bran und seine Crew stiegen an Bord, begierig darauf, diesen wundersamen Ort zu erkunden. Sie wurden mit Speisen und Getränken verwöhnt, jeder Bissen ein Freudenfürst für die Sinne, und bald fanden sie sich in einer Feier wieder, die ewig zu dauern schien. Doch als die Tage sich zu Wochen ausdehnten, bemerkte Bran etwas Beunruhigendes: Die Feiernden hörten nie auf zu lachen, ihre Freude ein ewiger, unveränderlicher Zustand. Als er sie zur Rede stellte, konnten sie sich nicht erinnern, wann sie angekommen waren, noch hatten sie den Wunsch zu gehen. „Dies ist nicht unser Schicksal“, sagte Bran zu seinen Männern. Obwohl die Verlockung endloser Freude stark war, überzeugte er sie, zum Schiff zurückzukehren. Als sie wegsegelten, verstummte das Lachen und eine seltsame Melancholie legte sich über die Crew. Die nächste Insel, die sie erreichten, war von stiller Schönheit, ihre Hügel bedeckt mit grünen Weiden und ihre Menschen lebten in vollkommener Harmonie. Sie begrüßten Bran und seine Crew herzlich und luden sie ein, ihr Leben in Überfluss zu teilen. Hier gab es keinen Hunger, keine Mühsal. Das Land selbst sorgte für jedes Bedürfnis, und die Menschen kannten weder Konflikt noch Mangel. Ihr Herrscher, eine weise und sanfte Gestalt, sprach von der Insel als einem Zufluchtsort – einem Ort, wo die Sorgen der Welt nicht eindringen konnten. Dara, der Dichter, war besonders fasziniert. „Warum sollten wir mehr suchen?“, fragte er Bran. „Hier haben wir alles.“ Aber Bran, stets bedacht auf seine Vision, antwortete: „Dies ist nicht das Land ewiger Jugend. Es ist nur ein weiterer Schritt auf unserer Reise.“ Widerwillig schloss sich Dara wieder der Crew an, und das Schiff segelte weiter. Die Bewohner der Insel winkten ihnen nach, ihre Gesichter gelassen und wissend. Das Meer wurde unruhig, und der Himmel grau, als Brans Schiff eine Insel erreichte, die in dichten Nebel gehüllt war. Die Luft fühlte sich schwer von Verzauberung an, und als sie den Strand betraten, wurde jeder Mann von einer Vision getroffen. Conall sah seinen verlorenen Bruder, lebendig und wohlauf, der ihn rief. Dara fand sich von einer Menschenmenge umgeben, die seine Verse bejubelte. Andere sahen Schätze, Liebende oder längst verstorbene Freunde. Die Insel schien jedem Mann seinen tiefsten Wunsch zu erfüllen. Bran jedoch wurde nicht getäuscht. Der Silberzweig, nun schwach leuchtend, schien in seiner Hand zu pulsieren. Er nutzte ihn, um den Zauber zu brechen, und rief seinen Männern zu: „Dies ist nur ein Schatten dessen, was wir suchen. Lasst euch nicht täuschen.“ Widerwillig gaben sie ihre Illusionen auf und kehrten zum Schiff zurück. Als der Nebel sich lichtete, offenbarte sich die Insel als karg und leblos, ihre Verzauberung ein grausamer Trick. Nach vielen Wochen auf See stießen sie auf ein Land, das sie zuvor noch nie gesehen hatten. Die Küsten funkelten, als wären sie aus zerstoßenen Diamanten, und die Luft war duftend von Blüten. Dies war Emain Ablach, die Insel der Frauen, und sie war alles, was die Botenfrau versprochen hatte. Bran und seine Crew wurden von der Frau begrüßt, die ihm den Silberzweig gebracht hatte. Sie führte sie zu einer großen Halle, wo sie bewirtet und unterhalten wurden. Hier schien die Zeit zu verfließen, und die Sorgen der sterblichen Welt verblassten. Tage verwandelten sich in Monate, doch niemand alterte, hatte Hunger oder wurde müde. Doch im Laufe der Zeit begann Bran, eine Sehnsucht zu verspüren, der er nicht widerstehen konnte. Die Schönheit der Anderen Welt war unbestreitbar, dennoch war es nicht Zuhause. Auch seine Gefährten begannen, die Anziehungskraft ihres früheren Lebens zu spüren. Als Bran seinen Wunsch äußerte zu gehen, warnte die Frau ihn: „Wenn du in deine Welt zurückkehrst, wirst du niemals derselbe sein. Der Ablauf der Zeit kann nicht rückgängig gemacht werden.“ Trotz ihrer Warnung setzten Bran und seine Crew die Segel nach Irland. Als sie die vertrauten Küsten näherten, bemerkten sie etwas Merkwürdiges – das Land hatte sich verändert, seine Konturen waren unbekannt, seine Menschen fremd. Als sie einen Fischer ansprachen, erfuhren sie die Wahrheit: Dreihundert Jahre waren seit ihrer Abreise vergangen. Obwohl erschüttert, beschloss Bran, an Land zu gehen. Doch in dem Moment, als sein Fuß den Boden berührte, alterte sein Körper augenblicklich, zerfiel zu Staub. Die Crew, entsetzt, zog sich auf ihr Schiff zurück, entschied sich, treibend zu bleiben, statt dem gleichen Schicksal zu begegnen. Bran mac Febails Schiff wurde zuletzt auf dem offenen Meer triefend gesehen, seine Segel fingen einen Wind ein, der es über den Horizont hinaus trug. Seine Geschichte wurde zur Legende, eine Erinnerung an den dünnen Schleier zwischen dieser Welt und der nächsten. Bis heute heißt es, dass diejenigen, die die Andere Welt suchen, einen Silberzweig finden könnten, der in den verborgenen Ecken des Landes blüht – ein Zeichen des ewigen Geheimnisses, das nur knapp außer Reichweite liegt.Der Silberzweig und die Einladung
Vorbereitungen und der Ruf zum Abenteuer
Die erste Insel – Die Insel der Freude
Die Insel der Harmonie
Die Insel der Illusion
Das Land der ewigen Jugend
Die Rückkehr
Epilog: Die ewige Reise