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Über die Geschichte: Die Hexe vom Tafelberg ist ein Legend aus south-africa, der im 18th Century spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Justice und ist geeignet für Adults. Sie bietet Cultural Einblicke. Eine gr chilling Legende von Rache, Geheimnissen und dem Geist, der den Tafelberg heimsucht.
Der Tafelberg ragt über Kapstadt wie ein stiller Wächter, seine steilen Klippen und rollenden Nebel bergen Geheimnisse, die älter sind als die Stadt selbst. Er ist ein Ort des Staunens, aber auch des Mysteriums – ein Berg mit einer Seele, so manche sagen, und einer Vergangenheit, die sich nicht vergessen lassen will.
Legenden flüstern von den Seelen, die dort verweilen, gefangen zwischen den Winden und dem Stein. Doch unter ihnen gibt es keine, die so gefürchtet wird wie die Hexe des Tafelbergs. Sie ist ein Schatten im Nebel, eine Stimme im Wind, eine Präsenz, die Reisende vor den Tiefen des Berges warnt.
Einige sagen, sie sei Unrecht erlitten. Andere behaupten, sie sei verflucht worden. Und manche meinen, sie wandere noch immer die Hänge entlang, beobachtend, wartend.
Dies ist ihre Geschichte.
Jan Van Hunks war ein Mann des Meeres, ein Freibeuter und Trinker, mit einer Pfeife nie weit von seinen Lippen. Er hatte Jahre als Seemann verbracht und, so munkelten einige, auch als Pirat, bevor er sich in Kapstadt niederließ. Jetzt war er alt, sein Körper von jahrelanger Arbeit gebeugt, aber sein Geist blieb so ungestüm wie eh und je. Sein Lieblingsplatz war ein felsiger Vorsprung auf dem Teufelshang, wo er stundenlang saß und dicke Rauchwolken in den Himmel blies. Genau dort traf er eines schicksalhaften Tages auf einen Fremden. Der Mann war groß und umhüllt, sein Gesicht verborgen unter dem Schatten seiner Kapuze. Er trug selbst eine Pfeife und sprach mit einer Stimme wie der Wind – leise, flüsternd, voller Geheimnisse. „Ein schöner Tag zum Rauchen“, sagte der Fremde. Van Hunks grinste und nahm einen tiefen Zug. „Ja, das ist er.“ Der Fremde setzte sich neben ihn und zündete seine eigene Pfeife an. Rauch zog sich schwer und dicht um sie herum. „Wollen wir es spannend machen?“ schlug der Mann vor. Van Hunks lachte. „Ein Wettstreit also?“ Und so begann das Duell. Sie rauchten stundenlang, füllten den Himmel mit dichten, wirbelnden Wolken. Die Sonne ging unter, und sie rauchten weiter. Der Mond stieg auf, und sie rauchten immer noch. Die Luft wurde dick, erstickend, schwer von ihrem hartnäckigen Trotz. Schließlich hustete Van Hunks. Seine Brust brannte, seine Lungen schmerzten, aber der Fremde blieb unbeeindruckt. Die Sicht des Seemanns verschwamm. Mit einem letzten Keuchen fiel er auf die Knie. Der Fremde lachte, ein tiefes, schreckliches Geräusch, und hob seine Kapuze zurück. Sein Gesicht war nicht menschlich. Seine Augen brannten wie Glut, und sein Grinsen war voller scharfer, böser Zähne. „Du hättest besser wissen sollen, als den Teufel herauszufordern“, sagte er. Blitze zerrissen den Himmel, und mit einem ohrenbetäubenden Knall war Van Hunks verschwunden – sein Körper vom Sturm verschlungen, seine Seele in den Wolken gefangen, die bis heute über den Berg rollen. Doch es gab einen weiteren Zeugen dieses verfluchten Wettstreits. Eine Frau, die verborgen in den Bäumen stand und zusah. Und das Schicksal dieser Frau sollte bald besiegelt werden. Maria de Koning war in der Kapkolonie allen bekannt, obwohl die Leute in gedämpften Tönen von ihr sprachen. Einige nannten sie eine Heilerin. Andere eine Hexe. Sie lebte am Stadtrand, wo das Land auf den Berg traf. Ihr kleines Häuschen roch nach Kräutern und Rauch, gefüllt mit getrockneten Blumen und Flaschen dunkler Tränke. Die Kranken kamen zu ihr, wenn die Ärzte sie im Stich ließen. Frauen suchten ihre Hilfe bei Geburten, und Männer besuchten sie heimlich, baten um Schutzamulett und Glücksbringer. Aber Macht, selbst die harmlose Art, gebar Angst. Maria war an dem Tag dort gewesen, als Van Hunks verschwand. Sie hatte das Gesicht des Teufels gesehen und war nicht geflohen. Das war ihr Fehler. Die Stadtbewohner tuschelten. Sie beobachteten sie mit misstrauischen Blicken. Hätte sie nicht so schnell hinter den Schleier schauen sollen? Hätte sie nicht zu viel über Magie und Schicksal gewusst? Bald verwandelte sich die Angst in Zorn. Eines Nachts, als der Wind durch die Straßen heulte, versammelte sich eine Menschenmenge vor Marias Häuschen. „Hexe!“, riefen sie. Maria trat nach draußen, ihr dunkler Umhang wehte, ihr Gesicht blieb ruhig. Aber in ihren Augen brannte das Feuer einer Frau, die wusste, dass ihr Schicksal bereits besiegelt war. „Wir können sie nicht am Leben lassen“, erklärte der Stadtprediger. Sie zerrten sie auf den Platz, ihre Fackeln flackerten in der Dunkelheit. Niemand wagte es, ihr in die Augen zu sehen. Niemand wagte es, für sie zu sprechen. Während das Feuer an ihren Füßen zündete, schrie Maria nicht. Stattdessen flüsterte sie einen Fluch. „Wenn ich verbrannt werden muss, so soll auch der Berg es. Lasst meine Seele dort verweilen, wo sie gestohlen wurde. Lasst die Winde meinen Namen tragen. Lasst keinen Mann diese Hänge unangefochten begehen, es sei denn, sein Herz ist rein.“ Das Feuer donnerte. Der Himmel verdunkelte sich. Und der erste Sturm der Saison brach mit wütender Rache über den Berg herein. In jener Nacht wurde die Hexe des Tafelbergs geboren. Jahre vergingen, aber Maria wurde nicht vergessen. Diejenigen, die zu tief in den Nebel des Berges gingen, schworen, sie gesehen zu haben – eine schemenhafte Gestalt, die von den Felsen aus zusah. Einige behaupteten, sie habe sie gerufen, ihre Stimme wie der Wind, der sie näherlockte, bis sie sich verloren fühlten, stundenlang umherirrten ohne Orientierungssinn. Fischer sahen seltsame Lichter entlang der Klippen, flackernd und verblassend. Ihre Boote schaukelten in plötzlichen, unnatürlichen Wellen. Doch die Hexe des Tafelbergs schadete nicht ohne Grund. Es waren nur diejenigen mit Gier, Grausamkeit oder böser Absicht, die verschwanden. Und dann gab es Lukas Marais. Lukas Marais war ein Mann des Stolzes. Er glaubte nicht an Geister. Er glaubte nicht an Flüche. Und er glaubte sicherlich nicht an die Hexe des Tafelbergs. Eines Abends bestieg er allein den Berg, sein Gewehr auf dem Rücken. Die Sonne ging unter und warf lange Schatten, aber er fürchtete sich nicht vor der Dunkelheit. Er erreichte den Gipfel und lachte. „Wo ist dein Geist jetzt?“, verspottete er, seine Stimme trug im Wind. Der Wind antwortete. Er flüsterte seinen Namen. Der Nebel verdichtete sich, kräuselte sich um ihn wie Finger. Die Luft wurde kalt. Sein Atem ging als weiße Wolken aus. Dann tauchte eine Gestalt auf. Groß. Umhüllt. Beobachtend. Lukas hob sein Gewehr, aber seine Hände zitterten. „Du kommst mit Arroganz“, flüsterte die Gestalt. „Aber wirst du mit Weisheit gehen?“ Er drehte sich zum Laufen, doch der Nebel bewegte sich wie ein lebendiges Wesen, verschob sich, veränderte sich. Er stolperte durch die Dunkelheit, das Herz hämmend, bis er schließlich am Fuße des Berges frei brach. Lukas jagte nie wieder. Die Legende der Hexe des Tafelbergs verblasste nie. Einige sagen, sie beschütze den Berg, vertreibe diejenigen, die seine Schönheit ausbeuten wollen. Andere glauben, sie wandere in Trauer umher, für immer verflucht, den Ort zu heimsuchen, an dem ihr Unrecht widerfahren ist. Noch heute sprechen Wanderer von seltsamen Empfindungen – eine plötzliche Kälte, eine unsichtbare Präsenz, eine Stimme, die vom Wind getragen wird. Sie sagen, wenn man genau hinhört, wird der Berg sprechen. Und wenn man nicht vorsichtig ist, könnte die Hexe des Tafelbergs deinen Namen flüstern.Der Fluch von Van Hunks
Maria de Koning, die Heilerin
Der Phantom der Hänge
Lukas der Jäger
Der Wächter des Berges