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Die goldene Röhre und das singende Mädchen
A mystical Hungarian kingdom at dusk, where magic lingers in the air and the adventure of Prince András begins.

Über die Geschichte: Die goldene Röhre und das singende Mädchen ist ein Folktale aus hungary, der im Medieval spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Romance und ist geeignet für All Ages. Sie bietet Cultural Einblicke. Ein Prinz, eine verfluchte Jungfrau und ein goldener Schilfrohr – eine Reise wird ihr Schicksal für immer verändern.

Einführung

Vor langer Zeit, in einem Königreich, das zwischen dem mächtigen Donaufluss und den endlosen, sanft rollenden Ebenen eingebettet war, flüsterte die Magie noch im Wind und hallte in den raschelnden Bäumen wider. Es war ein Land von hohen Bergen, schattigen Wäldern und Flüssen, die die Geheimnisse der Alten trugen.

In diesem verzauberten Reich lebte ein junger Prinz namens András in einem prächtigen Palast mit seinen Eltern, König György und Königin Ilona. Obwohl er alles hatte, was ein Mann sich wünschen konnte – Reichtum, Macht und Bewunderung – war sein Herz von einer unerklärlichen Trauer belastet. Kein Fest, keine Jagd und keine königliche Pflicht konnten die Einsamkeit vertreiben, die an seiner Seele festhing.

Eines schicksalhaften Nachts hatte er einen Traum – einen Traum wie keinen anderen. Er sah eine Jungfrau mit Haaren wie gesponnenes Gold, deren Augen vor Trauer glänzten. Sie stand neben einem goldenen Schilfrohr im Herzen eines dunklen Waldes, ihre Lippen öffneten sich, um die eindringlichste Melodie zu singen, die er je gehört hatte. Das Lied durchströmte sein ganzes Wesen und weckte etwas Tiefes in ihm. Doch bevor er sie erreichen konnte, verflüchtigte sie sich zu Nebel und hinterließ nur das Echo ihres Liedes in seinen Ohren.

András erwachte mit einem Ruck, das Herz pochte heftig. Er wusste mit absoluter Gewissheit, dass er sie finden musste.

Das Sehnen eines Prinzen

Bei Sonnenaufgang suchte András den Rat seines Vaters. König György, ein weiser und gerechter Herrscher, hörte geduldig zu, während sein Sohn von seinem Traum erzählte. Als die Geschichte beendet war, strich der alte König sich nachdenklich über den Bart.

„Das goldene Schilfrohr“, murmelte er. „Es ist eine alte Legende, von Großmüttern geflüstert und von den Jungen vergessen. Einige sagen, es sei nur ein Märchen. Andere behaupten, es enthalte die Wahrheit.“

Königin Ilona, die neben ihm saß, runzelte die Stirn. „Es heißt, eine Jungfrau wurde von einem bösen Zauberer verflucht und in einem goldenen Schilfrohr gefangen, verborgen in den Tiefen des Schwarzwaldes. Aber niemand weiß, ob es wirklich ist oder nur ein Mythos.“

András ballte die Fäuste. „Egal ob wahr oder nicht, ich muss gehen. Mein Herz sagt mir, dass sie da draußen ist und darauf wartet, befreit zu werden.“

Der König seufzte. „Der Schwarzwald ist tückisch. Sogar die mutigsten Krieger fürchten ihn. Wenn du gehen musst, sei vorsichtig, mein Sohn.“

Keine Warnung konnte András abschrecken. Noch am selben Tag sammelte er Vorräte, rüstete sich mit einem fein gearbeiteten Schwert und sattelte sein schnellstes Pferd. Der Wind trug seine Abreise durch das Königreich, und die Menschen flüsterten untereinander und fragten sich, ob er jemals zurückkehren würde.

Ein entschlossener mittelalterlicher Prinz reitet auf einem schwarzen Pferd durch den unheimlichen Schwarzwald, umgeben von verdrehten Bäumen und tiefen Schatten.
Prinz András reitet mutig in die dunklen Tiefen des Schwarzwaldes, entschlossen, das Geheimnis seines eindringlichen Traums zu lüften.

In den Schwarzwald

Der Schwarzwald lag vor ihm wie ein großes Ungetüm, seine verdrehten Bäume streckten sich gen Himmel, ihre knorrigen Äste warfen unheimliche Schatten. Je weiter er ritte, desto dichter wurde die Luft, als würden die Bäume selbst längst vergessene Geheimnisse flüstern.

Tage vergingen. Er folgte keinem Pfad, denn es gab keinen. Der Hunger nagte an seinem Magen, und die Erschöpfung drohte ihn zu überwältigen, doch er drang weiter voran. Jede Nacht träumte er von dem Lied der Jungfrau, das mit jedem Schritt, den er machte, klarer wurde.

Am siebten Tag stieß er auf eine alte Hütte, halb in den Wurzeln einer uralten Eiche vergraben. Rauch schoss aus dem Schornstein, und der Duft von Kräutern erfüllte die Luft. Ein alter Einsiedler, dessen Bart wie silberne Fäden glänzte, saß draußen und beobachtete András mit wissenden Augen.

„Ihr sucht das goldene Schilfrohr“, sagte der Einsiedler, bevor András sprechen konnte.

András nickte und stieg von seinem Pferd ab. „Wissen Sie, wo es liegt?“

Der Einsiedler deutete auf die Bäume. „Es wächst im Herzen des Waldes, aber sei gewarnt – dunkle Magie bindet es. Der Zauberer, der den Fluch ausgesprochen hat, lauert noch immer im Schatten und wartet auf einen Narren, der versucht, seine Arbeit rückgängig zu machen.“

„Ich werde nicht umkehren“, erklärte András.

Der Einsiedler seufzte. „Dann musst du dies nehmen.“ Er übergab dem Prinzen eine kleine silberne Flöte. „Wenn die Zeit gekommen ist, spiele eine einzige Note. Es könnte das Einzige sein, das dich retten kann.“

András nahm die Flöte und dankte dem Einsiedler, bevor er seine Reise fortsetzte.

Das goldene Schilfrohr

Endlich erreichte András eine Lichtung, die im Mondlicht badete. Dort stand ein einzelnes goldenes Schilfrohr, das sich leicht wiegte, zwischen den verworrenen Wurzeln des verdunkelten Waldes. Es schimmerte, als wäre es aus Sonnenlicht gewebt, und stand stolz trotz des leblosen Bodens um es herum.

Mit Ehrfurcht näherte sich András. In dem Moment, als seine Finger das Schilfrohr berührten, erfüllte eine Stimme, sanft und traurig, die Luft.

*„Wer sucht mich?“*

András' Herz pochte. „Ich bin Prinz András. Ich bin gekommen, um dich zu befreien.“

Doch bevor er mehr sagen konnte, heulte ein schrecklicher Wind durch die Lichtung. Der Boden bebte, und aus der Dunkelheit trat eine Gestalt hervor – ein Mann in fließenden Gewändern, das Gesicht unter einer Kapuze aus geschwärzter Seide verborgen. Der Zauberer.

„Du wagst es, das zu nehmen, was mir gehört?“, zischte der Zauberer.

„Ich werde nicht zulassen, dass sie gefangen bleibt!“, erklärte András und zog sein Schwert.

Der Zauberer hob seinen Stab, und aus dessen Spitze schleuderten sich dunkle Magiestrahlen auf András. Der Prinz wich aus und durchtrennte den Zauber mit seiner Klinge. Der Kampf tobte, Licht gegen Dunkelheit, Stahl gegen Zauberei.

András erinnerte sich an die Flöte. Mit zitternden Händen hob er sie zu den Lippen und spielte eine einzelne, klare Note.

Die Welt schien stillzustehen. Dann bebte das goldene Schilfrohr und brach. Ein strahlendes Licht brach aus dem Inneren hervor, zwang den Zauberer zurück und ließ ihn schreien, während die gleiche Magie, die er gewirkt hatte, ihn verzehrte.

Als das Licht verblasste, war das Schilfrohr verschwunden. An seiner Stelle stand die Jungfrau aus András' Träumen.

Ein leuchtendes goldenes Schilfrohr steht einsam in einem dunklen verwunschenen Wald, umgeben von gespenstischen Bäumen und einer Aura der Magie.
Der goldene Schilfrohr schimmert im Herzen des verwunschenen Waldes und birgt das Geheimnis der verfluchten Jungfrau in seinem leuchtenden Stängel.

Die Jungfrau des goldenen Schilfrohrs

Ihr goldenes Haar fiel ihr über den Rücken, ihre Augen glänzten vor Staunen.

András, atemlos, machte einen Schritt nach vorne. „Du bist frei.“

Tränen standen ihr in den Augen. „Hundert Jahre habe ich gewartet. Du hast den Fluch gebrochen.“

„Wie ist dein Name?“, fragte er.

„Erzsébet“, flüsterte sie. „Ich war einst eine Prinzessin, bevor der Zauberer mein Königreich nahm und mich im Schilfrohr gefangen hielt.“

András nahm ihre zitternden Hände in seine. „Dann wirst du wieder eine Prinzessin sein.“

Hand in Hand verließen sie den verfluchten Wald hinter sich.

Die Heimreise

Die Rückkehr war nicht einfach. Das Land war zu lange in Dunkelheit gehüllt, und die nachwirkende Magie des Zauberers vergiftete noch immer die Luft. Doch Erszébets Lied – ihre Stimme, einst gefesselt, jetzt frei – vertrieb die Schatten mit jeder Note, die sie sang.

Als sie den Palast erreichten, jubelten die Menschen von Erdoföld. Erszébets Schönheit und Güte eroberten ihre Herzen, und ihre Stimme erfüllte die Hallen mit Wärme.

König György und Königin Ilona, als sie die Liebe in den Augen ihres Sohnes sahen, nahmen Erszébet als ihre eigene Tochter auf. Bald verbreitete sich die Nachricht von ihrer Liebe, und die Vorbereitungen für eine große Hochzeit begannen.

Ein erbitterter Kampf zwischen einem Prinzen und einem dunklen Zauberer in einem verzauberten Wald, wo Magie und das Klingeln von Schwertern die Szene erleuchten.
Prinz András steht dem dunklen Zauberer gegenüber, wo Licht und Schatten aufeinandertreffen in einem Kampf, der über das Schicksal der Jungfrau entscheiden wird.

Das Lied der Freude

Am Tag ihrer Hochzeit versammelte sich das ganze Königreich. Erszébet stand neben András, ihr goldenes Haar mit Wildblumen gekrönt, ihre Augen funkelten wie die Morgensonne. Während sie ihre Gelübde austauschten, sang sie – kein Lied der Trauer, sondern eine Melodie der Liebe und Freude.

Das goldene Schilfrohr, nun im königlichen Garten gepflanzt, stand stolz da, seine Blätter rauschten mit einer Melodie, die nur der Wind hören konnte.

Und so lebte ihre Legende weiter, geflüstert in den Schilfrohren und getragen von den Liedern derer, die noch an Magie glaubten.

András hatte nicht nur die Liebe gefunden, sondern auch das fehlende Stück seiner Seele.

Eine königliche Hochzeit im Innenhof einer mittelalterlichen Burg, wo der Prinz und die befreite Maid unter goldenem Sonnenlicht und freudigen Ausrufen ihr Gelübde ablegen.
In der Pracht des königlichen Hofes schwören Prinz András und Erzsébet sich ihre Liebe und läuten damit einen freudigen Neuanfang für das Königreich ein.

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