Lesezeit: 8 min

Über die Geschichte: Die Gesellschaft der Wölfe ist ein Fairy Tale aus , der im Medieval spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für Adults. Sie bietet Entertaining Einblicke. Eine schaurige Begegnung mit Wölfen, die an der Grenze zwischen Mensch und Tier wandeln.
In der dichten und düsteren Wildnis, in der der kalte Atem des Winters herrschte, lag ein kleines Dorf, umgeben vom dunklen Wald. Jeder Dorfbewohner wusste, dass die Wälder kein Ort für die Unschuldigen waren. Denn jenseits der sich windenden Bäume und schattigen Pfade streiften die Wölfe umher. Das waren keine gewöhnlichen Wölfe – es waren Kreaturen aus der Mythologie, deren Augen mit unnatürlicher Intelligenz glänzten und deren Heulen die Nacht durchdrang wie eine Warnung an die Lebenden.
Einst lebte ein Mädchen in diesem Dorf. Sie war jung, mutig und so schön wie die wilden Blumen, die im Frühling durch den Schnee drängten. Ihre Familie warnte sie vor den Gefahren, die im Wald lauerten, besonders wenn die Wölfe auf der Pirsch waren. „Halte dich vom Wald fern“, sagten sie. „Und weiche niemals vom Weg ab. Die Wölfe sind mehr, als sie scheinen.“
Doch dieses Mädchen, das ihren roten Umhang trug wie ein heller Fleck in der schneebedeckten Landschaft, hielt sich für unerschrocken. Sie hatte Geschichten von Wölfen gehört, die sich in Männer verwandelten, von Männern, die im Herzen Wölfe waren und vor nichts zurückschreckten, um junge Mädchen in ihre Höhlen zu locken. Dennoch war die Anziehungskraft des Waldes stark.
An einem kalten Tag schickte ihre Großmutter sie auf eine Erledigung. Der Weg, den sie nehmen musste, führte durch das Herz des Waldes. Die Mutter des Mädchens erinnerte sie noch einmal: „Hüte dich vor den Wölfen, mein Kind, denn wenn sie dich erwischen, werden sie dich nicht gehen lassen.“
Mit ihrem Korb in der Hand trat sie in den Winterwald, die Schatten wurden tiefer, als die Sonne begann, hinter den hoch aufragenden Bäumen zu versinken. Der Schnee knackte unter ihren Stiefeln, und der Wind trug den Duft von Kiefer und etwas Dunklerem mit sich. Sie zog ihren roten Umhang fester um sich, spürte eine Kälte, die nichts mit der Kälte zu tun hatte.
Lange bevor das Mädchen den Wald betrat, gab es Geschichten über Wölfe. Das waren keine bloßen Tiere, sondern Bestien, die die Grenze zwischen Mensch und Monster überschritten. Sie bewegten sich mit der Anmut von Raubtieren, ihr Fell so dunkel wie die Mitternacht, ihre Augen glühten wie Glut. Die Dorfbewohner flüsterten, dass sie einst Menschen gewesen waren – Jäger oder Wanderer, die zu weit in die tiefen Wälder vorgedrungen waren und von einem dunklen Zauber verflucht wurden, für immer in den Körpern von Wölfen gefangen. Jeder Wolf in diesen Geschichten war mehr als ein Räuber; er war eine Verkörperung des Waldes selbst – wild, unzähmbar und hungrig. Sie waren nicht an die Gesetze der Menschen gebunden und lebten nach ihrem eigenen urtümlichen Kodex. Manche sagten, die Wölfe könnten zwischen Mensch und Tier wechseln, jede Form annehmen, die ihren Bedürfnissen entsprach. In diesen Geschichten war stets eine Warnung eingebettet: Kein Mädchen, egal wie mutig, sollte je einem Fremden auf dem Pfad durch den Wald vertrauen, denn selbst der unschuldig aussehende Reisende könnte ein verkleideter Wolf sein. In ihrem Dorf hatte das Mädchen diese Geschichten oft gehört. Doch sie erschreckten sie nicht, wie sie sollten. Sie glaubte an das, was sie sehen konnte – die Sonne, die schien, das stabile Holz des Hauses ihrer Familie, das warme Feuer, das im Kamin knisterte. Wölfe waren Wölfe, nichts weiter. Sie hatte sie aus der Ferne gesehen, ihre schlanken Gestalten zwischen den Bäumen umherziehen. Gefährlich, vielleicht, aber nicht mystisch. Und so ging sie tiefer in den Wald, blieb unerschrocken. Die Bäume drückten sich dicht, ihre kahlen Äste wie skelettartige Hände gegen den Himmel. Der Wind pfiff durch die Lücken, und die Schatten bewegten sich. Doch da war etwas anderes. Eine Präsenz. Der Pfad führte geschickt und plötzlich, um eine Kurve, erschien ein Mann. Er war groß, gekleidet in einen dicken Pelzmantel, sein Gesicht halb unter einer Kapuze verborgen. Sein Lächeln war zu weit, seine Zähne zu scharf, doch seine Stimme war samtig glatt. „Guten Tag, junge Dame“, begrüßte er sie und verbeugte sich leicht. „Was führt dich bei so einem kalten Abend ins Herz des Waldes?“ Das Mädchen, obwohl vorsichtig, antwortete höflich. „Ich besuche meine Großmutter, die auf der anderen Seite des Waldes wohnt.“ „Eine edle Aufgabe“, antwortete der Fremde, seine Augen glänzten. „Aber sicher weißt du, dass es gefährlich ist, diese Pfade allein zu bereisen. Die Wölfe beobachten immer.“ „Ich habe keine Angst vor Wölfen“, sagte sie, ihre Stimme fest, obwohl ihr Herz schneller schlug. Der Mann lachte leise. „Mutige Worte für eine so junge Seele. Aber sei vorsichtig. Die Wölfe könnten näher sein, als du denkst.“ Er trat näher an sie heran, sein Atem bildete Nebel in der kalten Luft. Seine Augen schienen zu flackern, die Iriden leuchteten schwach. Es gab etwas an seiner Bewegung, fließend und lautlos, wie ein Schatten, der durch die Bäume schlüpfte. Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verschmolz mit dem Wald, ließ das Mädchen allein auf dem Pfad stehen. Sie spürte, wie ihr eine Gänsehaut über den Rücken lief, schüttelte es aber ab. Egal ob Wölfe oder nicht, sie musste weitermachen. Als die Sonne unterging und der Wald dunkler wurde, erreichte das Mädchen endlich das Haus ihrer Großmutter, eine kleine, gemütliche Hütte, eingebettet zwischen den Bäumen. Sie klopfte an, aber es gab keine Antwort. Sie drückte die Tür auf und trat ein. Das Feuer brannte schwach und warf lange Schatten über den Raum. „Großmutter?“, rief sie, doch es herrschte nur Stille. Sie bewegte sich zum Bett, die Gestalt unter den Decken seltsam still. Als sie näher kam, breitete sich ein Gefühl der Unruhe über sie aus. Die Gestalt regte sich, und die Decken rutschen herunter, enthüllten ein Gesicht – nicht das ihrer Großmutter, sondern der Fremde vom Pfad, seine Augen glühten gelb im schwachen Licht. „Überrascht?“, fragte er mit einem Lächeln, das nur scharfe Zähne zeigte. Das Mädchen trat zurück, ihr Herz raste. „Wo ist meine Großmutter?“ „Sie ist in Sicherheit“, antwortete der Wolfsmensch. „Für jetzt.“ Er erhob sich vom Bett, seine Bewegungen langsam und bedächtig, wie ein Raubtier, das seine Beute aufspürt. „Du hättest nicht allein in den Wald kommen sollen“, sagte er, seine Stimme tief und gefährlich. „Aber jetzt, wo du hier bist, können wir zumindest ein bisschen Spaß haben.“ In diesem Moment verstand das Mädchen die Geschichten, die ihre Mutter ihr erzählt hatte, die Warnungen vor Wölfen, die sich als Männer verkleideten. Die Kreatur vor ihr war nicht nur ein Mann, noch ganz ein Wolf, sondern etwas dazwischen – etwas Gefährlicheres als beides. Sie drehte sich um und rannte, doch der Wolfsmensch war schneller. Er packte sie am Arm und zog sie zurück zu sich. Seine Augen glänzten vor Hunger, sein Atem war heiß auf ihrer Haut. „Du kannst nicht entkommen“, flüsterte er. „Sobald die Wölfe dich markiert haben, lassen sie dich nie wieder los.“ Doch das Mädchen war nicht ohne eigene Stärke. Sie war im Schatten des Waldes aufgewachsen und obwohl sie vor den Wölfen gewarnt worden war, war sie nicht wehrlos. Sie griff in ihren Korb und zog das Messer heraus, das sie mitgebracht hatte, die Klinge glänzte im Feuerschein. Die Augen des Wolfsmenschen weiteten sich für einen Moment, dann kehrte sein Lächeln zurück. „Glaubst du, diese kleine Klinge kann mich stoppen?“ Mit einer schnellen Bewegung stach das Mädchen zu, das Messer schnitt durch seinen Mantel. Er knurrte, trat zurück, und zum ersten Mal sah sie das Biest in ihm. Seine Haut kräuselte sich, Fell spross entlang seiner Arme, seine Zähne verlängerten sich zu Reißzähnen. Er tat nicht mehr so, als sei er ein Mensch. Doch das Mädchen zögerte nicht. Sie blieb standhaft, das Messer fest in ihrer Hand. Der Wolfsmensch stürzte sich auf sie, doch sie war schnell und wich seinem Angriff aus. Sie stach erneut zu, und dieses Mal fand die Klinge ihr Ziel. Der Wolfsmensch heulte vor Schmerz und taumelte zurück. „Du kannst mich nicht besiegen“, knurrte er, doch in seinen Augen blitzte ein Hauch von Unsicherheit auf. Das Mädchen lächelte, ihre Augen funkelten entschlossen. „Sieh es dir an.“ Mit einem letzten Schlag stieß sie das Messer tief in das Herz des Wolfsmenschen. Er stieß ein letztes, durchdringendes Heulen aus und brach dann zusammen, sein Körper zitterte, bevor er schließlich still blieb. Das Mädchen stand über ihm, ihr Atem kam in kurzen Stößen. Der Wald war still, das einzige Geräusch das Knistern des Feuers im Kamin. Sie hatte es geschafft – sie hatte dem Wolf getrotzt und überlebt. Sie blickte zur Tür hinüber, halb erwartete sie, dass ein weiterer Wolf auftauchen würde, doch es war nur die Stille der Nacht. Ihre Großmutter war in Sicherheit, und auch sie selbst. Doch als sie die Hütte verließ, konnte sie das Gefühl nicht abschütteln, dass die Wölfe immer noch beobachteten und auf ihre nächste Chance warteten. Das Mädchen ging zurück durch den Wald, ihr roter Umhang leuchtete hell gegen den Schnee. Sie hatte eine harte Lektion im Herzen des Waldes gelernt, eine, die sie niemals vergessen würde. Die Wölfe waren immer da, lauerten in den Schatten und würden niemals aufhören zu jagen. Doch sie würde niemals aufhören zu kämpfen.Die Wölfe von früher
Der Fremde auf dem Pfad
Die Höhle der Wölfe
Das Herz des Biests