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Über die Geschichte: Der Rabe ist ein Fantasy aus ireland, der im Contemporary spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Good vs. Evil und ist geeignet für Adults. Sie bietet Inspirational Einblicke. Ein geheimnisvoller Rabe führt einen Gelehrten und einen Fremden auf eine Mission, um die Welt vor dunklen Mächten zu retten.
Kapitel 1: Die geheimnisvolle Ankunft
In einer stürmischen Nacht, als der Wind durch die Bäume heulte und der Regen gegen die Fenster peitschte, saß eine einsame Gestalt in seinem Arbeitszimmer. Edgar, ein zurückgezogener Gelehrter, vertiefte sich in die alten Folianten, die über seinen Schreibtisch verstreut lagen. Seine Kerze flackerte und warf unheimliche Schatten an die Wände. Er war dem Sturm draußen völlig unbewusst und verlor sich in der Welt seiner Bücher.
Edgar war schon immer fasziniert von dem Arkanen und dem Mysteriösen. Sein Arbeitszimmer war gefüllt mit seltenen Handschriften, seltsamen Artefakten und verstaubten Schriftrollen, die Geheimnisse aus vergessenen Zeiten flüsterten. Doch in dieser besonderen Nacht sollte etwas Ungewöhnliches geschehen, etwas, das sein Leben für immer verändern würde.
Als die Uhr Mitternacht schlug, hallte ein lautes Klopfen durch den Raum. Erschrocken hob Edgar den Blick von seinem Buch. Das Geräusch schien vom Fenster zu kommen. Langsam stand er auf und ging zum Fenster, sein Herz pochte in seiner Brust. Er zog den schweren Vorhang zurück und späht in die Dunkelheit.

Dort, auf der Fensterbank sitzend, war eine große schwarze Krähe. Ihre Augen glänzten mit einer überirdischen Intelligenz, und es schien, als würde sie direkt Edgar anstarren. Er zögerte einen Moment, dann öffnete er das Fenster, um den Vogel hereinzulassen. Die Krähe hüpfte hinein und schüttelte den Regen von ihren Federn.
„Wer bist du?“, flüsterte Edgar, mehr zu sich selbst als zum Vogel.
Zu seiner Überraschung antwortete die Krähe: „Ich bin ein Bote.“
Kapitel 2: Die Geschichte des Boten
Edgar stieß einen Stoß zurück, beinahe einen Stapel Bücher umwerfend. Er konnte seinen Ohren nicht trauen. Eine sprechende Krähe? Das war unmöglich, und doch stand sie da und sprach mit ihm in einer klaren, fast menschlichen Stimme.
„Ein Bote?“, wiederholte Edgar, sein Kopf raste. „Von wem?“
„Aus Bereichen, die du nicht verstehst“, antwortete die Krähe kryptisch. „Ich bin gekommen, um eine Warnung zu überbringen.“
„Eine Warnung vor was?“, fragte Edgar, ein Schauer lief ihm über den Rücken.
Die Krähe neigte den Kopf, als überlege sie, wie viel sie preisgeben sollte. „Es gibt Kräfte, die das Gleichgewicht der Welt stören wollen. Dunkle Mächte, die seit Jahrhunderten an Stärke gewinnen. Du, Edgar, hast eine Rolle in dem kommenden Konflikt zu spielen.“
Edgars Neugier überwog seine Angst. „Was für eine Rolle?“
„Du bist der Hüter des Wissens“, sagte die Krähe. „Dein umfangreiches Verständnis alter Überlieferungen und verborgener Wahrheiten macht dich zu einem Schlüsselspieler im kommenden Kampf. Aber sei gewarnt, denn diejenigen, die diese Kräfte kontrollieren wollen, werden vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen.“
Während die Krähe sprach, spürte Edgar ein seltsames Gefühl, als würde sich ein Nebel aus seinem Geist lüften. Er erkannte, dass diese Begegnung kein bloßer Zufall war. Er war für einen Zweck auserwählt worden, einen Zweck, dessen Bedeutung er gerade erst zu begreifen begann.
Kapitel 3: Die verborgene Bibliothek
Die Krähe blieb bei Edgar und wurde sowohl sein Begleiter als auch sein Führer. In den folgenden Tagen leitete sie ihn dazu, versteckte Gänge und geheime Kammern innerhalb seines eigenen Hauses zu entdecken. Es stellte sich heraus, dass das alte Herrenhaus, das er von seinem exzentrischen Onkel geerbt hatte, mehr als nur ein Haus war; es war ein Lagerhaus für altes Wissen.

Eines Tages führte die Krähe Edgar zu einer verborgenen Tür hinter einem Bücherregal. Mit einem Gefühl von Aufregung und Nervosität drückte Edgar die Tür auf und trat ein. Er befand sich in einer riesigen unterirdischen Bibliothek, gefüllt mit Büchern und Schriftrollen, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Die Luft war dicht von dem Duft alter Papiere und der Aura längst vergessenen Wissens.
„Dies ist die Schattenbibliothek“, sagte die Krähe. „Hier findest du das Wissen, das du brauchst, um die am Werk befindlichen Kräfte zu verstehen.“
Edgar verbrachte unzählige Stunden in der Bibliothek, las und absorbierte die Informationen, die in ihren Bänden enthalten waren. Er lernte über alte Rituale, mächtige Artefakte und die Geschichte der dunklen Kräfte, die die Welt bedrohten. Je mehr er las, desto mehr erkannte er die Schwere der Situation.
Kapitel 4: Der rätselhafte Fremde
Eines Abends, als Edgar gerade über einem besonders obskuren Text brütete, klopfte es an der Tür. Er erwartete keine Besucher und spürte eine Welle der Unruhe. Die Krähe, die auf einem nahegelegenen Regal saß, schien seine Besorgnis zu spüren.
„Sei vorsichtig“, riet sie. „Nicht jeder, der zu dir kommt, hat gute Absichten.“
Edgar näherte sich der Tür und öffnete sie vorsichtig. Auf der Schwelle stand eine große, kapuzenumhangtragende Gestalt. Das Gesicht des Fremden war im Schatten verborgen, und seine Stimme war tief und rau, als er sprach.
„Edgar, nehme ich an?“, sagte der Fremde.
„Wer bist du?“, fragte Edgar und zog instinktiv die Hand um den Türknauf fester.
„Ich bin bekannt als Alaric“, antwortete der Fremde. „Ich bin gekommen, um dir meine Hilfe anzubieten.“
Edgar war misstrauisch. „Hilfe wofür?“

„Mit dem kommenden Konflikt“, sagte Alaric. „Auch ich habe die alten Texte studiert und mich auf diesen Moment vorbereitet. Die Kräfte der Dunkelheit werden stärker, und wir müssen uns zusammenschließen, wenn wir irgendeine Hoffnung haben, sie zu besiegen.“
Die Krähe flatterte auf Edgars Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: „Vertraue deinen Instinkten.“
Edgar überlegte Alarics Worte sorgfältig. Trotz seiner Vorbehalte spürte er eine Aufrichtigkeit in der Stimme des Fremden. Widerwillig nickte er. „Gut. Aber wisse dies: Ich werde Täuschung nicht tolerieren. Wenn du mich verrätst, wirst du es bereuen.“
Alaric verbeugte den Kopf. „Ich verstehe. Lass uns zusammenarbeiten, um die Welt vor der näher rückenden Dunkelheit zu schützen.“
Kapitel 5: Das Ritual der Bindung
Mit Alarics Hilfe begann Edgar, einen Plan zu entwickeln, um die dunklen Kräfte zu bekämpfen. Sie entdeckten, dass der Schlüssel zur Besiegung ihrer Feinde in einem alten Ritual namens Ritual der Bindung lag. Diese mächtige Zeremonie würde es ihnen ermöglichen, die dunklen Kräfte zu binden und sie daran zu hindern, der Welt weiteren Schaden zuzufügen.
Allerdings erforderte die Durchführung des Rituals mehrere seltene Zutaten, die auf der ganzen Welt verstreut waren. Edgar und Alaric machten sich auf eine gefährliche Reise, um diese Komponenten zu sammeln. Die Krähe, stets wachsam, leitete sie auf ihrer Quest.

Ihre Reise führte sie in die gefrorenen Tundras des Nordens, die sengenden Wüsten des Südens und die dichten Dschungel des Ostens. Unterwegs standen sie vor zahlreichen Herausforderungen, von tückischem Gelände bis hin zu feindlichen Kreaturen. Aber mit Entschlossenheit und Mut haben sie durchgehalten.
Kapitel 6: Der aufziehende Sturm
Während ihrer Reise trafen Edgar und Alaric auf andere, die ebenfalls von der näher rückenden Dunkelheit berührt worden waren. Einige waren Verbündete, bereit, sich ihrer Sache anzuschließen, während andere Feinde waren, die ihre Bemühungen vereiteln wollten. Die Krähe erwies sich als unschätzbar, um Freund von Feind zu unterscheiden, ihre scharfen Instinkte führten sie durch viele gefährliche Situationen.
Eines Abends, als sie am prasselnden Feuer campierten, erzählte Alaric mehr über seine Vergangenheit. „Ich war einst Teil eines geheimen Ordens, der sich dem Schutz der Welt vor dunklen Kräften widmete“, sagte er. „Aber der Orden wurde von innen verraten, und viele von uns wurden getötet. Seitdem bin ich auf der Flucht und suche nach denen, die unsere Sache teilen.“

Edgar hörte aufmerksam zu und fühlte eine wachsende Bindung zu seinem rätselhaften Gefährten. „Wir werden Erfolg haben“, sagte er fest. „Das müssen wir.“
Die Krähe krächzte leise, als stimme sie zu. Das Feuer knisterte und crackelte, warf flackernde Schatten, die in der Nacht zu tanzen schienen.
Kapitel 7: Die finale Konfrontation
Nach vielen Monaten mühsamer Reisen sammelten Edgar und Alaric schließlich alle Zutaten, die für das Ritual der Bindung benötigt wurden. Sie kehrten zu Edgars Herrenhaus zurück, wo die Krähe sie zu einer verborgenen Kammer unter dem Haus führte. Diese Kammer, gesäumt von alten Symbolen und Runen, war der perfekte Ort, um das Ritual durchzuführen.
Während sie sich auf die Zeremonie vorbereiteten, erfüllte ein Gefühl des Unheilvollen die Luft. Sie wussten, dass die dunklen Kräfte ihnen den Erfolg nicht ohne Kampf gönnen würden. Und tatsächlich, als sie das Ritual begannen, senkte sich eine mächtige böse Präsenz über sie.
Schatten verzogen sich und wanden sich, bildeten erschreckende Gestalten. Edgar und Alaric hielten stand, rezitierten die alten Beschwörungen und führten die mächtigen Artefakte, die sie gesammelt hatten,. Die Krähe, die auf einem Podest saß, überwachte sie mit durchdringenden Augen.

Der Kampf war heftig und unerbittlich. Die dunklen Kräfte schlugen mit Dunkelheitsschwaden zurück, versuchten, das Ritual zu stören. Doch Edgar und Alaric, gestärkt durch ihr Wissen und ihre Entschlossenheit, setzten fort. Mit jedem Vers der Beschwörung schwächte die böse Präsenz.
Schließlich, mit einem blendenden Lichtblitz, erreichte das Ritual der Bindung seinen Höhepunkt. Die dunklen Kräfte wurden in einen wirbelnden Strudel gesogen, ihre wütenden Schreie hallten durch die Kammer. Und dann, Stille. Das Ritual war gelungen. Die dunklen Kräfte waren gebunden und konnten der Welt keinen weiteren Schaden mehr zufügen.
Kapitel 8: Eine neue Morgendämmerung
Erschöpft, aber siegreich, traten Edgar und Alaric aus der Kammer. Die Krähe flog zu Edgars Schulter, ihre Augen voller Stolz. „Du hast gut gehandelt, Hüter des Wissens“, sagte sie. „Die Welt ist sicher, vorerst.“
Edgar nickte und fühlte eine Mischung aus Erfüllung und Erleichterung. Er wandte sich an Alaric, der müde lächelte. „Wir haben es geschafft“, sagte Edgar. „Zusammen haben wir einen Unterschied gemacht.“
„In der Tat“, stimmte Alaric zu. „Aber unsere Arbeit ist noch nicht beendet. Es wird immer neue Bedrohungen, neue Herausforderungen geben. Wir müssen wachsam bleiben.“

Edgar verstand. Der Kampf gegen die Dunkelheit war nie wirklich vorbei. Aber vorerst hatten sie einen Moment des Friedens verdient.
Als das erste Licht der Morgendämmerung die Wolken durchbrach, standen Edgar, Alaric und die Krähe zusammen, bereit, allem zu begegnen, was die Zukunft bringen könnte.