Lesezeit: 8 min

Über die Geschichte: Der Piratengespenst von San Juan ist ein Legend aus puerto-rico, der im 18th Century spielt. Diese Descriptive Erzählung erforscht Themen wie Redemption und ist geeignet für Adults. Sie bietet Entertaining Einblicke. Ein verfluchter Schatz, der Fluch eines Piraten und die Reise eines Historikers, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
San Juan, Puerto Rico, ist eine Stadt, die ihre Geschichte offen zeigt. Von den lebendigen Straßen der Altstadt San Juans bis zu den verwitterten Steinmauern ihrer kolonialen Festungen pulsiert jede Ecke vor Geschichten über Triumph, Verlust und Widerstandskraft. Doch trotz all ihrer Schönheit birgt San Juan ein Geheimnis – eine Geschichte, die in warmen karibischen Nächten geflüstert wird, wenn der Wind den schwachen Duft von Salz und Jasmin trägt. Man sagt, dass man zwischen den krachenen Wellen und dem Rascheln der Palmen einen traurigen Gesang vernehmen kann: das Lied von Diego Salazar, dem Piratengeist von San Juan.
Aber dies ist keine gewöhnliche Geistergeschichte. Sie beginnt mit Blut und Verrat, vergrabenem Schatz und einem Fluch, der die Insel seit Jahrhunderten heimsucht. Und für eine Frau würde die Suche nach der Wahrheit alles verändern, was sie über die Insel – und sich selbst – zu wissen glaubte.
Lange bevor San Juan zu einem pulsierenden Touristenziel wurde, war es ein strategisches Juwel im Spanischen Imperium. Seine Häfen waren Tore zum Reichtum, wo Galeonen beladen mit Gold und Silber vor Anlegen aufbrachen, um nach Europa zu segeln. Doch dieser Reichtum machte die Stadt auch zu einem Hauptziel für Piraten. Unter ihnen war Captain Diego Salazar, eine legendäre Figur, dessen Name immer noch in der Karibik widerhallt. Diego wurde nicht als Pirat geboren. Er war einst ein Seemann in der spanischen Marine, loyal gegenüber König und Krone. Doch Verrat prägte ihn. Ihm wurde Schmuggel vorgeworfen – ein Verbrechen, das er nicht begangen hatte –, ihm wurde sein Rang entzogen und er wurde zum Verrotten in einem Kerker verurteilt. Als er entkam, schwor er Rache an dem Imperium, das ihn im Stich gelassen hatte. Mit einer Crew von Ausgestoßenen und einem Schiff, das er *La Tormenta Negra* (Der Schwarze Sturm) nannte, wurde Diego auf hoher See zur Terrorgestalt. Doch im Gegensatz zu vielen Piraten folgte er einem Ehrenkodex. Er verletzte niemals Unschuldige und weigerte sich, Sklaven zu nehmen. Für seine Männer war er ein Anführer. Für seine Feinde war er der Teufel selbst. Sein Untergang kam in einer stürmischen Nacht im Jahr 1717. Auf der Jagd nach einem spanischen Schatzschiff, von dem man sagte, es trüge ein Vermögen an Gold, wurde Diego von der Flotte des Gouverneurs von Puerto Rico überraschend angegriffen. Verraten von einem Mitglied seiner Crew wurde *La Tormenta Negra* auf die Felsen in der Nähe der Isla de Cabras getrieben. Diego und seine Männer kämpften bis zum Letzten, doch als die Morgendämmerung anbrach, fanden die Spanier nur Wrackteile vor. Diego’s Leiche wurde nie geborgen, doch der Fluch, den er vor seinem Verschwinden sprach, sollte die Insel für immer heimsuchen: „San Juan wird keinen Frieden finden, solange meine Seele ungerächtigt ist. Ich werde zurückkehren.“ Drei Jahrhunderte lang weigerte sich die Legende von Diego Salazar zu sterben. Fischer schworen, sie hätten sein Schiff, ein Phantomschiff, im Mondlicht gesehen. Einheimische berichteten von einer schemenhaften Gestalt, die über die Festungsmauern von El Morro wanderte, seine Stiefel auf den Steinen hallten wider. Touristen wischten diese Geschichten als Folklore beiseite, doch für die Menschen in San Juan war Diego’s Geist so real wie die Gezeiten. Für Isabella Morales war die Legende nichts weiter als eine Kuriosität. Als Historikerin und Kuratorin im Museo de las Américas hatte Isabella ihre Karriere der Enthüllung der in Puerto Ricos Vergangenheit verborgenen Wahrheiten gewidmet. Sie liebte ihre Arbeit, selbst wenn das bedeutete, lange Nächte allein in den Archiven des Museums zu verbringen und über vergilbte Karten und verblasste Dokumente zu brüten. Für sie war die Geschichte von Diego Salazar nur das – eine Geschichte. Doch eines Abends, als ein Gewitter über der Stadt wütete, stieß Isabella auf etwas, das ihre Meinung für immer verändern sollte. Das Museum hatte kürzlich eine Sammlung von Artefakten aus der Kolonialzeit erworben, darunter ein Tagebuch von Gouverneur Alonso de Rivera, dem Mann, der Diego’s Festnahme angeordnet hatte. Das Tagebuch war zerbrechlich, sein Lederumschlag rissig und die Seiten brüchig, doch Isabella behandelte es mit Sorgfalt. Sie erwartete nicht viel – vielleicht offizielle Aufzeichnungen oder Notizen über das tägliche Leben des Gouverneurs. Doch als sie las, entdeckte sie etwas viel Interessanteres. Die Einträge wurden dunkler, je Wochen vergingen. Rivera schrieb von wachsender Unruhe, von seltsamen Vorkommnissen nach Diego’s Tod. „Die Männer hören nachts Flüstern“, las sie in einem Eintrag. „Das Geräusch von Kanonendirnen, obwohl die Bucht ruhig ist.“ Dann kam der letzte Eintrag, datiert nur wenige Tage vor dem Tod des Gouverneurs: „Was dem Meer gestohlen wird, soll zu ihm zurückkehren, oder es wird das Land verfluchen. Salazar’s Schatz liegt unter dem Blick der Schlange. Möge er niemals das Tageslicht sehen.“ Die Worte ließen Isabella einen Schauer über den Rücken laufen. Unter dem Blick der Schlange? Was bedeutete das? Sie drehte das Tagebuch in ihren Händen, suchte nach Hinweisen, und ihre Finger stießen auf eine lose Ecke im hinteren Umschlag. Versteckt darin lag ein gefaltetes Stück Pergament. Es war eine Karte. In dieser Nacht blieb Isabella spät im Museum, um die Karte zu studieren. Sie zeigte die Altstadt San Juans, jedoch mit unbekannten Markierungen – Symbole und kryptische Notizen, die am Rand gekritzelt waren. In der Mitte war ein rotes „X“ in der Nähe der Plaza de Armas. Während sie die Linien mit ihrem Finger verfolgte, schlug eine Windböe das Fenster auf und verstreute Papiere im Raum. Erschrocken drehte sich Isabella um – und erstarrte. Im Mondlicht stand eine Gestalt. Er trug einen langen Mantel, an den Rändern zerfetzt, und einen breitkrempigen Hut, der sein Gesicht in Schatten hüllte. Seine Augen leuchteten schwach, wie Glut in der Dunkelheit. Einen langen Moment bewegten sich weder er noch sie. Dann sprach er. Seine Stimme war tief, rau und von Trauer durchzogen. „Du hast gefunden, was verloren war. Aber zu welchem Zweck?“ Bevor Isabella antworten konnte, verschwand er und hinterließ nur den schwachen Duft von Salz und Rauch in der Luft. Entschlossen, das Geheimnis zu lüften, suchte Isabella die Hilfe ihres Freundes Mateo, eines lokalen Historikers mit einer Leidenschaft für Schatzsuchen. Gemeinsam begannen sie, die Karte zu entziffern, die Symbole mit Wahrzeichen der Altstadt San Juans in Verbindung zu bringen. Ihre Suche führte sie durch die ältesten Straßen der Stadt, zur Kathedrale von San Juan Bautista und schließlich zu El Morro selbst. Dort, unter einer alten Steinverzierung einer Schlange, fanden sie den Eingang zu einer verborgenen Krypta. Drinnen war die Luft feucht und schwer, und die Wände waren mit den Überresten derer ausgekleidet, die vor Jahrhunderten gestorben waren. Im Zentrum des Raumes stand eine Truhe, deren Metallscharniere verrostet, aber intakt waren. Als sie sie öffneten, stockte ihnen der Atem. Goldmünzen, Juwelen und ein Dolch mit einer geschwärzten Klinge lagen darin, glänzend im schwachen Licht. Doch bevor sie es verarbeiten konnten, fegte ein kalter Wind durch die Krypta, und Diego’s Geist erschien erneut. „Ihr hättet nicht hierher kommen sollen“, sagte er, seine Stimme hallte wie ferner Donner. „Der Schatz ist verflucht. Lasst ihn, oder leidet die Konsequenzen.“ Mateo jedoch ließ sich nicht abschrecken. „Weißt du, was das wert ist?“ sagte er, die Augen glänzten. „Wir können es nicht einfach hierlassen!“ „Mateo, hör auf ihn!“, flehte Isabella. „Das ist nicht nur ein Schatz – es ist sein Vermächtnis. Wenn wir ihn nehmen, sind wir nicht besser als diejenigen, die ihn verraten haben.“ Doch Mateo hatte bereits eine Handvoll Münzen in die Tasche gesteckt. Als er die Krypta verließ, bebte der Boden, und ein tiefes, kehliges Geräusch erfüllte die Luft. Diego’s Geist ließ ein Brüllen ertönen, seine Gestalt wurde dunkler und bedrohlicher. „Der Fluch wird diese Insel verzehren“, warnte er. „Gebt zurück, was ihr genommen habt, oder stellt euch dem Zorn des Meeres.“ Isabella erkannte die Ernsthaftigkeit der Situation und packte die Truhe, um Mateo zu verfolgen. Sie fand ihn am Hafen, wo er mit einer Gruppe von Fischern stritt. Das Wasser der Bucht von San Juan tobte heftig, als ob der Ozean selbst zornig war. Eine gewaltige Welle erhob sich und drohte, die Boote umzuwerfen. „Mateo, wirf es zurück!“, rief Isabella. „Du bringst alle in Gefahr!“ Widerwillig gab Mateo die Münzen zurück. Doch das reichte nicht. Gemeinsam luden sie die ganze Truhe auf ein kleines Boot und ruderten hinaus in die Bucht. Stück für Stück warfen sie den Schatz ins Wasser. Als das letzte Stück unter die Wellen sank, beruhigte sich das Unwetter, und Diego’s Geist erschien ein letztes Mal. „Ihr habt das Richtige getan“, sagte er, seine Stimme nun sanft. „Meine Seele ist in Frieden.“ San Juan kehrte zu seinem gewohnten Rhythmus zurück, doch die Geschichte von Diego Salazar lebte weiter. Isabella schrieb ein Buch über ihr Abenteuer, das Geschichte und Legende miteinander verband, und es wurde ein großer Erfolg. Touristen aus aller Welt kamen, um die Geschichte des Piratengeistes von San Juan zu hören. Doch für Isabella war es mehr als nur eine Geschichte. In stillen Nächten, wenn das Mondlicht auf das Wasser tanzte, hörte sie manchmal eine geisterhafte Melodie, die vom Wind getragen wurde – eine Erinnerung daran, dass manche Geister niemals wirklich gehen.Die letzte Schlacht von Diego Salazar
Flüstern des Geistes
Das Tagebuch
Der Geist erscheint
Der Blick der Schlange
Gier und Verrat
Erlösung
Epilog: Die Legende lebt weiter