**Der Affenpfote**
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Über die Geschichte: **Der Affenpfote** ist ein Folktale aus united-kingdom, der im 19th Century spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Loss und ist geeignet für Adults. Sie bietet Moral Einblicke. Sei vorsichtig, was du dir wünschst—das Schicksal verlangt immer seinen Preis.
Es war eine kalte und nasse Nacht, der Regen prasselte gegen die Fenster und ein heftiger Wind heulte durch die Bäume. Drinnen saß die Familie White um ein loderndes Feuer und fühlte sich warm und sicher in ihrem kleinen, gemütlichen Wohnzimmer. Herr White, ein stämmiger Mann mit einem freundlichen Gesicht, saß am Fenster und spielte Schach mit seinem Sohn Herbert. Seine Frau, Frau White, saß ruhig in ihrem Sessel und strickte, wobei sie gelegentlich zum Spiel aufsah.
Plötzlich klopfte es an der Tür. Herr White stand überrascht auf und ging, um sie zu öffnen. Draußen stand Hauptfeldwebel Morris, ein alter Freund der Familie, der viele Jahre in der britischen Armee in Indien gedient hatte.
"Guten Abend!", sagte Morris und trat ein, während er den Regen von seinem Mantel schüttelte. "Ich hoffe, ich störe nicht."
"Überhaupt nicht!", antwortete Herr White und ließ ihn hinein. "Wir freuen uns immer, einen alten Freund zu sehen."
Nach einigem Small Talk und dem Aufholen der Neuigkeiten wurde Hauptfeldwebel Morrises Stimmung ernster. Er zog etwas aus seiner Tasche und hielt es den Whites hinauffor. Es war eine kleine, geschrumpfte und getrocknete Affenpfote.
"Dies", sagte er, "ist kein gewöhnliches Relikt. Es soll magische Kräfte haben – Kräfte, die drei Wünsche erfüllen, für denjenigen, der sie besitzt."

Die Whites waren von Morrises Geschichte fasziniert, obwohl sie skeptisch waren. Der Sergeant erklärte, wie die Pfote von einem alten Fakir verflucht worden war, einem Heiligen in Indien, der zeigen wollte, dass das Schicksal das Leben der Menschen bestimmt und dass diejenigen, die sich damit einmischen, dies auf eigene Gefahr tun. Trotz Morrises Warnungen konnte Herr White der Versuchung der Affenpfote nicht widerstehen. Nachdem der Sergeant gegangen war, beschloss Herr White halb im Scherz, sich etwas zu wünschen. "Ich wünsche mir zweihundert Pfund", sagte er und stellte sich vor, wie eine solche Summe helfen würde, ihre Hypothek zu begleichen und ihre finanziellen Lasten zu erleichtern. Die Pfote schien sich in seiner Hand zu bewegen, sich zu verdrehen, als ob sie lebendig wäre. Aber sonst passierte nichts, und die Familie lachte es als albernen Aberglauben ab. Am nächsten Morgen, als sie ihren Tag begannen, klopfte es erneut an der Tür. Es war ein Vertreter von Herberts Arbeitsplatz, Maw und Meggins. Er brachte schreckliche Nachrichten: Herbert war bei einem tragischen Unfall in der Fabrik ums Leben gekommen. Als Entschädigung für ihren Verlust bot das Unternehmen ihnen zweihundert Pfund an. Die Whites waren am Boden zerstört. Das volle Ausmaß dessen, was geschehen war – und die Macht der Affenpfote – begannen ihnen zu dämmern. Frau White war untröstlich, und Herr White, voller Schuldgefühle, bereute es, sich den Wunsch geäußert zu haben. Die Tage vergingen, und das Haus wurde zu einem Ort der Trauer. Frau White, von der Trauer verzehrt, wurde besessen von der Idee, dass die Pfote ihren Sohn zurückbringen konnte. Trotz der Proteste ihres Mannes überzeugte sie Herrn White, den zweiten Wunsch zu nutzen. "Ich wünsche mir, dass mein Sohn wieder lebendig ist!", rief sie und hielt die Pfote fest. In dieser Nacht heulte der Wind draußen, und die Atmosphäre im Haus wurde bedrückend. Herr White konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht hatten. Die Zeit verging, und es schien, als ob nichts passieren würde. Doch mit den Stunden kam es zu einem lauten Klopfen an der Tür. Frau White sprang auf, ihr Herz hämmerte vor Hoffnung und Furcht. "Es ist Herbert! Er ist zurückgekommen!", schrie sie und stürmte zur Tür. Aber Herr White hielt sie zurück, da er tief im Inneren wusste, dass das, was auf der anderen Seite der Tür wartete, nicht ihr Sohn war, wie sie ihn kannten. Sein Herz erfüllte sich mit Entsetzen bei dem Gedanken, was sie aus dem Totenreich zurückgebracht hatten. Frau White kämpfte darum, die Tür zu öffnen, aber Herr White, in Panik, griff erneut nach der Pfote. "Ich wünsche, dass er wieder tot ist!", schrie er verzweifelt, genau in dem Moment, als die Tür aufplatzte. Das Klopfen hörte auf. Stille erfüllte den Raum, und das schreckliche Gefühl der Angst ließ nach. Frau White brach weinend zusammen, da sie begriff, dass das, was draußen an der Tür war, nun verschwunden war. Das Haus blieb ruhig, erfüllt nur vom Echo ihrer Trauer. Sie hatten das Schicksal manipuliert, und das Schicksal hatte seinen schrecklichen Preis gefordert.Der Erste Wunsch
Der Zweite Wunsch
Der Letzte Wunsch