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Über die Geschichte: Am Fluss Piedra saß ich und weinte. ist ein Realistic Fiction aus france, der im Contemporary spielt. Diese Poetic Erzählung erforscht Themen wie Romance und ist geeignet für Adults. Sie bietet Inspirational Einblicke. Eine tiefgründige Reise der Liebe, des Glaubens und der Selbstverwirklichung.
Die Geschichte von *By the River Piedra I Sat Down and Wept* folgt Pilar, einer Frau, die nach vielen Jahren der Trennung wieder mit einer Kindheitsliebe zusammenkommt. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise der spirituellen Entdeckung und Selbstverwirklichung, verwoben mit den Themen Liebe, Glaube und Schicksal.
Pilar ist eine junge Frau, die den emotionalen Aspekt des Lebens aus den Augen verloren hat und sich stattdessen auf ihr Studium und ihre Karriere konzentriert. Ihr Leben scheint voranzuschreiten, aber es gibt eine tiefe Leere, die sie nicht erklären kann. Die Wiedervereinigung mit ihrer Kindheitsliebe erschüttert ihre Welt und bringt eine spirituelle Suche hervor, die ihr Verständnis von Leben und Liebe in Frage stellt.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf in den französischen Pyrenäen, wo die kalte, schneebedeckte Landschaft die emotionale Distanz zwischen den beiden Protagonisten widerspiegelt. Während ihrer gemeinsamen Reise werden sie von einer tiefen spirituellen Bindung angezogen, die die physische Welt übersteigt. Unterwegs stellen sich Pilar und ihr Liebhaber ihrer Vergangenheit, ihren Überzeugungen und ihren Zukunftsvisionen.
Als die Reise beginnt, reflektiert Pilar über die Entscheidungen, die sie im Leben getroffen hat, und die Emotionen, die sie so lange unterdrückt hat.
„Nicht das Leben zählt, sondern die Reise, die vor uns liegt. Ich habe so viele Jahre damit verbracht, Mauern um mich herum zu errichten, Mauern, die mich vor Schmerz schützten, mich aber auch von der Liebe abhielten. Meine Welt war sicher, vorhersehbar und frei von den Risiken, die die Liebe erfordert.“
Ihr Begleiter, dessen Name im Verlauf der Geschichte unbekannt bleibt, hat einen anderen Lebensweg eingeschlagen. Er hat eine spirituelle Berufung angenommen, und sein Glaube hat ihn durch die Herausforderungen des Lebens geführt. Er spricht von Wundern, göttlichem Eingreifen und der Kraft des Gebets – alles Dinge, die Pilar nur schwer verstehen kann. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen und sieht die Möglichkeit, die Leidenschaft wiederzuentdecken, die sie einst empfand.
Sie reisen durch verschneite Dörfer und diskutieren über Philosophie und Spiritualität. Dabei beginnt Pilar, die Überzeugungen zu hinterfragen, die ihre Weltsicht geprägt haben.
„Vielleicht ist Liebe keine Schwäche, sondern die Essenz unserer Existenz. Vielleicht ist Glaube keine blinde Hingabe, sondern ein Erwachen für die Möglichkeiten, die das Leben bereithält.“
Ihre Gespräche sind intensiv, voller Momente der Offenbarung und Verwirrung. Der Mann spricht von einer göttlichen weiblichen Präsenz, dem Bedürfnis, die männlichen und weiblichen Energien innerhalb der Seele auszugleichen. Pilar ist anfangs skeptisch, beginnt sich aber der Idee zu öffnen, dass das Leben mehr ist als Logik und Vernunft.
An einem Punkt besuchen sie ein Kloster, wo sie mit einem Priester über Liebe und Opfer sprechen. Der Priester erklärt ihnen, dass Liebe der Weg zu Gott ist und dass lieben bedeutet, sich sowohl Freude als auch Leid zu öffnen.
„Wahre Liebe ist ein Akt der Hingabe“, sagt der Priester. „Es geht nicht ums Besitzen, sondern ums Loslassen. Wenn du liebst, hast du die Kontrolle nicht mehr. Du bist der Geliebten ausgeliefert, und dort findest du Gott.“
Pilar wird von diesen Worten tief berührt, obwohl sie Schwierigkeiten hat, sie vollständig zu akzeptieren. Die Idee der Hingabe macht ihr Angst, da sie allem widerspricht, was sie über Selbstständigkeit und Unabhängigkeit geglaubt hat.
Während ihrer weiteren Reise offenbart der Mann, dass er die Fähigkeit hat, Wunder zu wirken, obwohl er lange gezögert hat, diese Gabe zu nutzen. Er glaubt, dass seine Liebe zu Pilar der Schlüssel zur Entfaltung dieser Kraft ist und dass sie gemeinsam Großes vollbringen können. Pilar ist sich jedoch unsicher, ob sie an Wunder oder überhaupt an die spirituelle Berufung des Mannes glaubt.
„Ist es möglich, an etwas zu glauben, das man nicht sehen oder berühren kann? Kann Liebe, die so immateriell ist, wirklich die Macht haben, die Welt zu verändern?“
Ihre Reise führt sie zum Fluss Piedra, einem Ort von tiefem Bedeutungsgehalt für beide. Hier gesteht der Mann Pilar seine Liebe und bittet sie, ihn auf seinem spirituellen Weg zu begleiten. Doch Pilar ist immer noch hin- und hergerissen zwischen ihrem rationalen Verstand und den Emotionen, die in ihr erwachen.
„Ich habe Angst“, gibt sie zu. „Ich habe Angst, mich selbst zu verlieren, jemand zu werden, den ich nicht erkenne.“
Der Mann versichert ihr, dass Liebe nicht bedeutet, sich selbst zu verlieren, sondern sein wahres Wesen zu finden. Er spricht von der heiligen Natur der Liebe, wie sie ein Spiegelbild des Göttlichen ist und wie sie durch die Liebe beide ihr Schicksal erfüllen können.
„Ich kann dir keinen leichten Weg versprechen“, sagt er. „Aber ich kann dir versprechen, dass es ein Weg voller Bedeutung, Wachstum und der Entdeckung deines wahren Selbst sein wird.“
Pilar ist von seinen Worten bewegt, bleibt aber zögerlich. Sie hat so viele Jahre damit verbracht, ein Leben auf der Grundlage von Logik und Vernunft aufzubauen, und die Idee, sich der Liebe hinzugeben, fühlt sich wie ein Verrat an allem an, wofür sie gearbeitet hat.
Während sie am Fluss sitzen, reflektiert Pilar über die Entscheidungen, die vor ihr liegen. Sie kann den Weg der Sicherheit und Gewissheit weitergehen oder einen Sprung des Glaubens wagen und das Unbekannte annehmen.
„Ich habe mein ganzes Leben lang Angst gehabt, Risiken einzugehen“, denkt sie. „Aber vielleicht ist das größte Risiko überhaupt, ein Leben ohne Liebe zu leben.“
Der Mann nimmt ihre Hand und blickt ihr in die Augen, und in diesem Moment fühlt Pilar eine tiefe Verbindung zu etwas Größerem als sie selbst. Es ist, als würden der Fluss, die Berge und der Himmel alle zu ihr sprechen und sie drängen, ihre Ängste loszulassen und die ihr angebotene Liebe zu umarmen.
In diesem Moment der Klarheit trifft Pilar ihre Entscheidung.
„Ich werde nicht vor der Liebe weglaufen“, sagt sie. „Ich werde nicht zulassen, dass Angst mein Leben bestimmt. Ich wähle die Liebe, auch wenn das bedeutet, ins Unbekannte zu gehen.“
Mit dieser Entscheidung fühlt Pilar einen Frieden über sich kommen. Sie erkennt, dass Liebe nichts ist, wovor man sich fürchten muss, sondern etwas, das man annehmen sollte. Sie ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, und durch die Liebe kann sie ihr wahres Selbst finden.
Die Geschichte endet damit, dass Pilar und der Mann am Fluss sitzen, sich an den Händen halten und auf das Wasser blicken. Sie sind beide still, doch die Stille ist erfüllt von dem unausgesprochenen Verständnis, dass sie einen Weg der Liebe, des Glaubens und der Hingabe gewählt haben.
Pilas Reise ist eine Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Erwachens. Durch ihre Liebe zu dem Mann lernt sie, ihre Ängste loszulassen und das Unbekannte anzunehmen. Der Fluss Piedra, ein Symbol für die stets fließende Natur des Lebens, erinnert daran, dass Liebe, wie der Fluss, nicht kontrolliert oder eingedämmt werden kann. Sie ist eine Kraft, die uns bewegt, verändert und uns letztlich dem Göttlichen näherbringt.
Im Laufe der Geschichte erforscht Coelho die Themen Liebe, Glaube und die Dualität der menschlichen Erfahrung. Er fordert den Leser heraus, die eigenen Überzeugungen über die Liebe zu hinterfragen und die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass Liebe keine Schwäche, sondern ein Weg zur Erleuchtung ist.
Pilas Transformation ist ein kraftvolles Zeugnis der Idee, dass Liebe eine Reise und kein Ziel ist. Durch die Liebe finden wir unser wahres Selbst und durch die Liebe können wir uns mit etwas Größerem als uns selbst verbinden.
Letztendlich ist *By the River Piedra I Sat Down and Wept* eine Geschichte über die Kraft der Liebe zu heilen, zu verwandeln und uns dem Göttlichen näherzubringen. Sie erinnert daran, dass Liebe nichts ist, wovor man sich fürchten sollte, sondern etwas, das man annehmen sollte, selbst wenn sie alles herausfordert, was wir über uns selbst und die Welt um uns herum zu wissen glauben.