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Die Soucouyant des Roseau-Tals
A vibrant and enchanting view of Dominica's Roseau Valley, where the story of "The Soucouyant of Roseau Valley" begins. Mist rises from geothermal springs, and the faint glow of a mysterious orb adds an air of mystery to the lush rainforest setting.

Über die Geschichte: Die Soucouyant des Roseau-Tals ist ein Legend aus dominica, der im Contemporary spielt. Diese Dramatic Erzählung erforscht Themen wie Courage und ist geeignet für Adults. Sie bietet Cultural Einblicke. Eine gewagte Reise, um die Wahrheit hinter Dominicas unheimlicher Legende zu enthüllen.

Eingebettet tief im Herzen von Dominica liegt das Roseau-Tal, ein üppiges Paradies, wo dichte Regenwälder sich an die gewundenen Flüsse schmiegen und Dampf aus versteckten geothermischen Quellen aufsteigt. Doch mitten in seiner natürlichen Schönheit schlummert ein Geheimnis, eine Präsenz, die das Tal seit Jahrhunderten heimsucht. Die Einheimischen sprechen in gedämpften Tönen über die Soucouyant – eine Kreatur, die sich in der Nacht wie Feuer bewegt und zwischen den Welten von Leben und Tod gleitet. Diese Geschichte, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, erzählt von der Nacht, als die Soucouyant nach Laudat kam, und vom Mut einer jungen Frau, die es wagte, ihr gegenüberzutreten.

Flüstern im Wind

Laudat war ein kleines Dorf hoch im Roseau-Tal gelegen, wo die Morgen nach Tau und Kaffee rochen und die Abende vom rhythmischen Zirpen der Grillen widerhallten. Das Leben war einfach, aber reich an Traditionen. Jede Familie hatte Geschichten, die am Feuerflackern erzählt oder in stillen Ecken gemurmelt wurden, über die Soucouyant – eine Kreatur, die halb Frau, halb Fluch und völlig gefürchtet war.

Mariella, dreiundzwanzig Jahre alt, war ein neugieriger Geist, sehr zum Missfallen ihrer Großmutter Amara. „Du denkst zu viel nach, Kind“, sagte Amara oft, obwohl ihre Stimme mehr Stolz als Tadel ausdrückte. Mariella, mit ihren Notizbüchern voller Skizzen und Folklore, war entschlossen, die Wahrheiten zu verstehen, die unter den Geschichten verborgen lagen.

Eines Abends, als die Sonne das Tal in Goldtöne tauchte, verweilte Mariella auf der Veranda ihrer Großmutter. Die Luft war schwer vom Duft feuchten Erdreichs und Holzrauch.

„Oma, glaubst du, dass die Soucouyant echt ist?“, fragte Mariella und brach die Stille.

Amara sah sie lange und nachdenklich an. „Ich denke nicht, Kind – ich weiß es. Es ist nichts, was du in deinen Büchern finden wirst. Es ist etwas, das du fühlst, etwas, das eine Spur in der Welt hinterlässt.“

Das Gewicht ihrer Worte lag in der Luft. Amara erzählte Mariella von einem Mädchen namens Elsie, das verschwand, als Amara noch jung war. „Sie war mutig wie du“, sagte Amara. „Eines Nachts folgte sie einem seltsamen Licht in den Wald. Am Morgen fanden sie nur einen Kreis verkohlter Erde.“

Mariella hörte zu, ihr Herz pochte. Die Art, wie Amara sprach, klang nicht nach einer Geschichte; es klang nach einer Warnung.

Die Nacht flimmert

Mariella konnte die Worte ihrer Großmutter nicht ignorieren, aber sie weckten nur ihre Neugier. Sie verbrachte ihre Tage damit, Geschichten von den Dorfbewohnern zu sammeln und das fragmentarische Wissen zusammenzusetzen. Ihre besten Freunde, Alaric und Serena, halfen auf ihre eigene Weise. Alaric, immer praktisch, bot einen beruhigenden Einfluss, während Serenas Liebe zum Mystischen Mariellas eigene Leidenschaft teilte.

Eines Nachts, als sie von einem Nachbardorf zurückkehrte, fühlte Mariella etwas Seltsames. Die vertrauten nächtlichen Geräusche von Fröschen und Grillen verklangen in einer unnatürlichen Stille. Ein fahles, flackerndes Licht erschien voraus und schwebte knapp über dem Boden.

Ihr Herz raste, aber ihre Füße wollten sich nicht bewegen. Das Licht pulsierte und huschte dann wie ein lebendiges Wesen zwischen den Bäumen hin und her. Mariella versteckte sich hinter einem Baum, ihr Atem flach. Die Kugel näherte sich, ihr Schein erleuchtete den Wald in geisterhaftem Licht.

Mariella wollte rennen, aber ihre Neugier hielt sie fest. Plötzlich hielt die Kugel an, als ob sie sie bemerkt hätte. Für einen Moment überkam sie ein überwältigendes Gefühl der Angst, als ob die Dunkelheit selbst zum Leben erwacht wäre. Und dann, ebenso schnell, schoss das Licht in die Nacht davon.

Mariella und ihre Großmutter Amara sitzen am Feuer in einem gemütlichen Holzhaus in Dominica.
Mariella und ihre Großmutter Amara teilen einen innigen Moment am Feuer, während Amara Geschichten über die Soucouyant erzählt. Der warme Schein beleuchtet ihre Gesichter und verleiht der Szene eine mystische und nachdenkliche Atmosphäre.

Unruhiger Boden

Am nächsten Morgen konnte Mariella das Gesehene nicht abschütteln. Beim Frühstück erzählte sie Alaric und Serena davon, obwohl sie den Zweifel in Alarics Augen sah.

„Es war wahrscheinlich nur Sumpfgas oder so etwas“, sagte er und zuckte mit den Schultern.

„Sumpfgas folgt dir nicht“, entgegnete Serena, ihre Augen vor Faszination weit geöffnet. „Das war die Soucouyant, das weiß ich!“

Als sich die Geschichte im Dorf verbreitete, wurde die Luft von Unbehagen erfüllt. Die Dorfbewohner verschlossen ihre Türen früher, und Kinder durften nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr umherstreifen. In der Zwischenzeit stürzte sich Mariella in die Recherche jeder Wissenssplitter, den sie über die Soucouyant finden konnte. Sie erfuhr von ihrer Fähigkeit, ihre Haut abzustreifen und sich in eine Feuerkugel zu verwandeln, und davon, dass sie gezwungen war, sich von Blut zu nähren, um ihre verfluchte Existenz aufrechtzuerhalten.

Dann gab es noch Ezekiel, den Einsiedler, der am Waldrand lebte. Es hieß, er habe einmal eine Soucouyant gefangen. Obwohl nur wenige ihn ansuchten, entschied sich Mariella, mehr herauszufinden.

Ezekiels Geschichte

Ezekiels Kabine war ein Flickwerk aus rostigem Metall und verwittertem Holz, umgeben von überwucherten Büschen und einer leichten Aura der Bedrohung. Als Mariella, Alaric und Serena ankamen, begrüßte Ezekiel sie mit einem misstrauischen Blick.

„Was führt euch an die Tür eines alten Mannes?“, knurrte er.

Mariella trat vor, ihre Stimme ruhig. „Wir wollen mehr über die Soucouyant wissen. Ist sie echt?“

Einen Moment lang sagte Ezekiel nichts. Dann deutete er, dass sie sich setzen sollten. „Sie ist echt“, sagte er mit tiefer Stimme. „Und es ist nichts, womit man sich anlegen sollte. Vor Jahren kam eine auf mich zu. Ich legte einen Ring aus Salz und Knoblauch um mein Bett, und sie konnte nicht hindurchkommen. Aber es hörte nicht auf. Jede Nacht umrundete sie mein Haus und heulte wie eine Banshee. Dann sah ich sie eines Nachts – ein Gesicht, verzerrt und brennend, das mich aus dem Fenster anstarrte.“

Er pausierte, seine Augen waren abwesend. „Es ist nicht nur eine Kreatur. Es ist ein Fluch. Eine Strafe für eine längst vergessene Sünde.“

Ezekiels Geschichte jagte Mariella einen Schauer über den Rücken, gab ihr aber auch eine Idee.

Die Falle

Inspiriert von Ezekiels Bericht begann Mariella mit den Vorbereitungen. Sie sammelte Salz, Knoblauch und den Talisman ihrer Großmutter, entschlossen, der Soucouyant gegenüberzutreten. Trotz Alarics Protesten und Serenas nervöser Aufregung blieb Mariellas Entschlossenheit unerschütterlich.

Eines mondhellen Nachts wagte sie sich in den Wald, legte einen Salzkreis auf eine Lichtung und stellte den Talisman in die Mitte. Sie wartete, ihre Laterne warf ein flackerndes Licht.

Stunden vergingen, und Mariella begann, an sich zu zweifeln. Dann wurde die Luft kalt und der Wald verstummte. Ein schwaches Leuchten erschien in der Ferne und wurde heller, je näher es kam.

Mariella versteckt sich hinter einem Baum, während ein schimmernder Globus gespenstisch im Wald des Roseau-Tals schwebt.
Mariella beobachtet vorsichtig die unheimliche, leuchtende Soucouyant, die durch den dichten Wald des Roseau-Tals schwebt. Das Mondlicht und das Licht der Kugel vereinen sich und erzeugen eine gespenstische, magische Atmosphäre.

Die Soucouyant materialisierte sich innerhalb des Kreises, eine feurige Kugel, die sich drehte und verschob und flüchtige Blicke eines Frauenkopfes offenbarte. Mariella verspürte einen Anflug von Mitleid zwischen ihrer Angst.

„Warum verfolgt ihr uns?“, fragte sie.

Die Stimme der Kreatur war ein hohles Flüstern. „Ich bin an meine Sünden gebunden, zwischen Leben und Tod gefangen. Befreie mich.“

Mariella zögerte, hob dann den Talisman hoch. Sie rezitierte ein Gebet, das ihre Großmutter ihr beigebracht hatte, und sah zu, wie die Soucouyant sich wand und flackerte. Schließlich verschwand sie mit einem Lichtblitz, nur ein schwacher Rauchgeruch blieb zurück.

Epilog: Ein neuer Morgen

Als Mariella ins Dorf zurückkehrte, verbreitete sich die Geschichte wie ein Lauffeuer. Einige zweifelten an ihr, während andere glaubten, sie habe sie gerettet. Das Tal schien heller, die Nächte weniger bedrückend.

Mariella jedoch konnte die letzten Worte der Soucouyant nicht vergessen. Sie setzte ihre Erkundung der Geheimnisse des Roseau-Tals fort, dokumentierte seine Legenden und teilte seine Geschichten.

Mariella, Alaric und Serena hören Ezekiel in seiner rustikalen Hütte am Rande des Waldes zu.
Mariella, Alaric und Serena nähern sich Ezekiels abgelegener, überwucherter Hütte. Eine spürbare Anspannung liegt in der Luft, während Ezekiel seine erschreckende Erzählung über den Fluch der Soucouyant teilt.

Für die Dorfbewohner jedoch sprachen sie nicht mehr in Flüstern über die Soucouyant. Sie war zu einer Geschichte von Mut und Erlösung geworden, eine Erinnerung daran, dass selbst in den dunkelsten Ecken das Licht siegen kann.

Mariella konfrontiert die feurige Soucouyant in einem leuchtenden Salzring in einer dunklen Lichtung des Waldes.
Mariella tritt mutig in der Lichtung des Waldes der Soucouyant entgegen und hält den Talisman ihrer Großmutter fest in der Hand. Das feurige Wesen flackert vor Schmerz und erfüllt die Szenerie mit einem mystischen, unheimlichen Licht.

Diese erweiterte Version taucht tiefer in die Überlieferungen und Charaktere ein und erweckt die Geschichte mit reicheren Details und einer menschlichen Note zum Leben.

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